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Archiv - 1. Quartal 2006
 

Aktuelle Nachrichten Bürgervereinigung Fluglärm Jesenwang Fürstenfeldbruck Flieger Ultraleicht Pro Luftfahrt Allgemeine Luftfahrt Verkehrslandplatz Sonderlandeplatz rechtswidrig rechtswidrige Handlungen Rechtswidrigkeit

29. März 2006: Vermarkter von Fürtsty-Flächen vermisst klare Entscheidung der Regierung

Die Presse berichtet, das vor dem Verkauf des aufgelassenen Flugplatzgeländes in FFB eine politische Entscheidung über die Nachfolgenutzung fallen muss. Dies fordert ein Sprecher der BIMA (Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten).

Die Gemeinde Maisach und die Flugplatz-Betriebsgesellschaft haben verschiedene Ziele:

  •  Die Gemeinde Maisach will das Gelände so nutzen, dass kein Flugbetrieb mehr möglich ist,
  • die Befürworter des Flugplatzes wollen einen rentablen Flugplatz daraus machen.

Der Landtagsabgeordnete Reinhold Bocklet sieht in der BIMA den klaren Auftrag, das Flugplatzgelände möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Dies liege auch im Interesse des Stauerzahlers. 

In Anbetracht der Konkurrenzsituation zwischen der Flugplatz-Betriebsgesellschaft und der Gemeinde Maisach, wird es immer dringender für eine nicht-fliegerische Nutzung des Flugplatzgeländes, wenn ein sozial- und wirtschaftspolitisches sinnvolles Nutzungskonzept von der Gemeinde Maisach entwickelt und verabschiedet wird. 

23. März 2006: Privatflieger wollen Militärflughafen kaufen

Die Presse berichtet, dass die Flugplatz-Betriebsgesellschaft einen Antrag auf Nachfolgenutzung des Flugplatzes in FFB stellen wollen. Wird die Nachnutzung genehmigt, sind die 3 Gesellschafter (Fliegeclub München e.V., AOPA und die IHK München) ein Drittel des aufgelassenen Flugplatzgeländes zum Preis von 2 Millionen EUR kaufen. Verfügen die Betreiber über den Flugplatz mit einer Erschließung, hält es der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft für möglich, mit dem Flugplatz Geld zu verdienen.

Die Gemeinde Maisach kündigt bereits im Vorfeld an, gegen diesen Plan vorzugehen, da die Planungshoheit für das aufgelassene Flugplatzgelände bei der Gemeinde Maisach liege. Der private Flugbetrieb sei nach wie vor unerwünscht.

Unklar ist, wie der Kauf / Pacht des Flugplatzgeländes finanziert werden soll. Die Nachfrage nach dem Flugplatz FFB seitens der Geschäftsflieger ist derart gering, dass nach Presseberichten im meist frequentierten Monat nur 50 Landungen stattfanden. Die Landegebühren von 10 - 20 EUR reichen offensichtlich nicht aus, um vollwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Der Flugplatzbetrieb wird durch ein paar 400-EUR-Jobber abgewickelt. 

Interessant ist auch die Aussage des Geschäftsführers der FFB Betriebsgesellschaft - Herrn Boehl, nachdem er es "für möglich hält, mit den Flugplatz Geld zu verdienen". Diese Aussage ist die reine Bankrotterklärung eines Unternehmers. Wie sollen aus einen Betrieb, der nur Verluste produziert und vielleicht einmal Gewinn erwirtschaftet, 200 - 600 neue Arbeitsplätze entstehen?

Dies zeigt einmal mehr, dass die Argumente der Befürworter des Luftverkehrs am Flugplatz FFB nur auf den Erhalt ihrer Landebahn zielen, um ihr Hobby in der Zukunft möglichst kostengünstig (am besten aus Steuermitteln gefördert) nachkommen können. Die Pläne für die Schaffung von Arbeitsplätzen sind ohne Substanz. Dies ist auch dem Laien klar geworden.   

20. März 2006: FFB Betriebsgesellschaft und Sportflieger stornieren Diskussion mit BV Fluglärm 

Am 8. März veröffentlichte die FFB-SZ einen Leserbrief des 1. Vorsitzenden der Bundeswehr Sportflieger Gemeinschaft Fürstenfeldbruck e.V., Herrn Herchenröder, in dem er zu einem Gespräch zur Zukunftsplanung für den Flugplatz Fürstenfeldbruck einlud, um dessen wirtschaftlichen Nutzen kennen zu lernen. Zunächst schlug er ein Treffen zusammen mit Herrn Boehl, Geschäftsführer der Flugplatzbetreibergesellschaft FFB und Herrn Jost, Präsident des Münchner Fliegerclubs am Flugplatz vor.

Heute erhielten wir die Mitteilung, dass dieses Gespräch nicht stattfinden wird, da wir vom Fluglärm in FFB nicht betroffen sind und wir uns deshalb an den Flugplatzbetreiber in Jesenwang wenden sollen. Wir bekamen noch den Tipp, uns zum Stand der Entwicklung der Zukunftsplanung des zivilen Luftverkehrs in Fürstenfeldbruck auf der Homepage der BI "Aufsteigen mit Fürsty e.V." zu informieren.

Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass wir eine ansehnliche Zahl an Mitgliedern haben, die direkt vom Fluglärm in FFB betroffen sind. Mitglieder unseres Vereins wohnen in München und in den Landkreisen FFB,  LL und STA. Von wegen "wir sind nicht vom Fluglärm in FFB betroffen".

Nachdem wir besonderes Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung des Flugbetriebs äußerten (insbesondere wie der Flugplatzbetreiber und die Sportflieger 200 Arbeitsplätze auf dem Flugplatz und weitere 400 im dessen Umfeld schaffen wollen), haben die Flieger wohl kalte Füße bekommen. Wenn das Geschäftskonzept der Flieger Substanz hätte, dann könnten sie sich beruhigt unseren kritischen Fragen stellen und müssten ein Treffen mit unserer Bürgerinitiative nicht aus fadenscheinigen Gründen absagen.

Wir kommen zum Schluss, dass

  • das Geschäftskonzept der Betreibergesellschaft und Sportflieger Gemeinschaft eine Luftblase ist und keine wirtschaftliche Substanz hat (daran ändert auch die angebliche Begutachtung des Geschäftsplans durch die IHK nichts, die selbst Gesellschafter der Betreibergesellschaft sind),
     
  • die Pläne der Betreibergesellschaft und Sportflieger für den Ausbau des Flugplatzbetriebs "nicht präsentabel" sind und deshalb die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern vermieden wird,
     
  • zurecht unterstellt werden kann, dass die Sportflieger nur Trittbrettfahrer bei den "Geschäftsfliegern" sind, um nach der Auflassung des Fliegerhorstes nicht selbst "von Platz zu fliegen",
     
  • die Abwicklung von Flügen der "Geschäftsflieger" - auch wegen des Wettbewerbs durch Jesenwang und Oberpfaffenhofen - und der in den vergangen Jahren ständig rückläufigen Zahlen der zugelassenen Flugzeuge unter 5,7 Tonnen, die für Geschäftsreiseflüge geeignet sind, nur mit Hilfe von Subventionen aus öffentlichen Mitteln durchgeführt werden kann.

Die Sportflieger und die Betreibergesellschaft haben ihre Chance zur Kommunikation ihrer Ausbaupläne für den Flugbetrieb in Fürstenfeldbruck nicht genutzt. Sie vermeidet auf diese Weise die für sie offensichtliche unangenehme / peinliche Aufklärung der Öffentlichkeit, dass der Flugbetrieb in FFB nur mit Hilfe von Subventionen aus öffentlichen Mitteln möglich und der Geschäftsplan zur Schaffung von 200 Arbeitsplätzen auf dem Flugplatz ein nicht realisierbarer Wunschtraum ist. Der Flugbetrieb in Fürstenfeldbruck würde nicht nur der Gemeinde Maisach die weitere Entwicklung der in der Nähe des Flugplatzes liegenden Grundstücke verwehrt, sondern der Steuerzahler müsste auch noch für Kosten der Hobby- Spaß- und Freizeitflieger aufkommen. 

Aus der Sicht des Steuerzahlers und vieler Bürgerinnen und Bürger in den Flugplatzgemeinden ist die Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes als Verkehrslandeplatz die schlechteste Perspektive.

25. Februar 2006: Sportflieger sollen Flugplatz in FFB retten

In einem Leitartikel berichtet die Presse, dass sich viele Politiker und Fluglärmgegner etwas vorgemacht haben. Es setzt sich allmählich die Überzeugung durch, dass der Flugplatz geschlossen werden muss. Ein Grund hierfür ist die Annahme, dass ein Flugplatz in FFB nicht wirtschaftlich geführt werden kann.

 Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft - Andreas Boehl - setzt genau an diesem Schwachpunkt an und findet Unterstützung im Wirtschaftsministerium. Die Fluglärmgegner haben schon immer befürchtet, dass FFB zwar keinen Flugplatz für Geschäftsreisende, sondern einen Flugplatz für Hobby- Freizeit- und Segelflieger bekommt. Die meisten Flüge würden dann am Wochenende stattfinden. Boehls Überlegungen, die Bundeswehr-Sportfliegergruppe in den Kreis der Betreibergesellschaft aufzunehmen ziele in die gleiche Richtung. Mit dieser Fusion wären 8000 Starts und Landungen pro Jahr garantiert. Zudem wäre es wirklich ein Schnäppchen, wenn diese Gesellschaft 85 ha Flugplatzgelände mit Vorfeld und Hallen erwerben könnte. Kann das restliche Gelände von 185 ha zu einen ähnlichen Preis verschleudert werden, dann findet sich sicher ein Unternehmer, der auf diesem Gelände viele Arbeitsplätze schaffen kann. Mit diesem Schachzug wäre ein Teil des politischen Widerstands gebrochen und die bisherige Diskussion auf den Kopf gestellt.

Wir meinen, dass der Flugplatz-Betriebsgesellschaft unter der Geschäftsführung von Herrn Boehl das Wasser am Hals steht. Der Flugbetrieb ist defizitär. Es fehlt die Nachfrage nach bezahlten Landungen in FFB. Es gibt offensichtlich keine Aussicht auf Besserung. Auf Sicht ist dies das Aus der Betriebsgesellschaft. Was liegt näher, als mit seinen Freunden der Sportfliegergemeinschaft, der er viele Jahre als Präsident vorstand, zu kooperieren. Wenn die Betriebsgesellschaft von den Einnahmen der "Geschäftsflieger" nicht leben kann, vielleicht klappt es mit dem Nachbarn.

In einem irren sich Herr Boehl und Herr Eisenkolb: Die Start- / Landebahn, das Vorfeld und die Flugzeughallen mögen zu einem Preis von EUR 2 Millionen vielleicht ein Schnäppchen sein. Das restliche Gelände ist als FFH-Gelände (Flora-Fauna-Habitat) gewidmet, auf den keine Entwicklung möglich ist. Dieses Gelände ist ein Quasi-Naturschutzgebiet. Da ein solches Naturschutzgebiet keinen Unternehmer findet, wird es auf diesem auch keine neuen Arbeitsplätze geben. Dies weiß auch Herr Boehl. Wir fragen uns nur, warum er andere für so blöd hält, dass sie diese Finte nicht merken. 

1. Februar 2006: Neue Bürgerinitiative wirbt für Zivilflugplatz in FFB

Die Presse berichtet über die Gründung der "Bürgerinitiative Aufsteigen mit Fürsty - Luftverkehr schafft Arbeitsplätze". Diese Bürgerinitiative peilt einen Mitgliederbestand von 450 an. Hauptargument der BI ist, dass durch die Luftfahrt Arbeitsplätze entstehen.

Wir sind gespannt, wie sich diese BI die Schaffung von Arbeitsplätzen durch den Luftverkehr auf den Flugplatz Fürstenfeldbruck vorstellt. Die Nachfrage nach diesem Flugplatz ist so gering, dass nach Angaben der Presse in Spitzenmonaten nur 50 Flugzeuge pro Monat auf dem Verkehrslandeplatz der Flugplatz landen. Dies schafft dort nur wenige EUR 400-Jobs und riesige Betriebsverluste. Ohne Subventionen müsste die Flugplatz-Betreibergesellschaft aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben.

28. Januar 2006: Warum nimmt der Fluglärm zu ? - Interview mit Frau Sonnenholzner 

In der Presse spricht Frau Sonnenholzner (MdL - SPD) über den zunehmenden Fluglärm  in den Landkreisen FFB und STA. 

Eine wesentliche Zunahme des Fluglärms resultiert aus der Verlegung der Anflugrouten und Warteräume für den Flughafen München II. Bürger haben mit Ausnahme des Landkreises Freising / Erding kein Anhörungsrecht zum Fluglärm und deshalb auf diese Anflugrouten keinen Einfluss. Dieser Anstieg des Fluglärms erfolgt bereits ohne die Auswirkungen der Ausbaupläne für die Flugplätze in FFB, Jesenwang und Oberpfaffenhofen.

27. Januar 2006: Nur 4000 bis 6000 Flugbewegungen für Geschäftsflieger in Oberpfaffenhofen

Der private Fernsehsender München.tv berichtet über den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Entsprechend Schätzungen des Geschäftsführers der Betriebsgesellschaft EDMO - Edwin Grabherr - ist nur mit 4000 - 6000 Flugbewegungen pro Jahr zu rechnen. Dies hört sich wie eine gute Nachricht an. Dies sind 10 bis 20 Starts / Landungen pro Tag. Sie würden in Anbetracht der derzeitigen Flugverkehrs kaum ins Gewicht fallen. Ist die Aufregung und sind die Befürchtungen, dass in Oberpfaffenhofen ein Regionalflughafen entsteht umsonst?

Dieser Fernsehbericht führte auch aus, dass der Geschäftsreiseflugverkehr die Betriebskosten - Herr Grabherr spricht von 34 Berufs-Feuerwehrleuten, die vorgehalten werden müssen - bei weitem nicht deckt. Herr Grabherr ging jedoch nicht darauf ein, mit welchen Maßnahmen eine Deckung der Betriebskosten erreicht wird.

Mit Herrn Edwin Grabherr hat sich der Eigentümer des Flughafengeländes einen Profi in Sachen Flugplatzgenehmigung und -konvertierung engagiert. Hier einige Daten zu Herrn Grabherr's Biographie:

  • Herr Grabherr ist Jurist und hat ein Buch über Luftrecht geschrieben. Dieses Buch diente als Referenz in zahlreichen Gerichtsurteilen.
  • Herr Grabherr war leitender Ministerialrat bei der Regierung von Oberbayern. Er war maßgeblich im Planfeststellungsverfahren und der Genehmigung des Flughafens München II beteiligt.
  • Herr Grabherr war Geschäftsführer der Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München II.
  • Herr Grabherr war Gutachter für luftrechtliche Gutachten (z.B. Hahn im Hunsrück - heute Dependence von Frankfurt und Low-Cost Flughafen für Fracht und Nachtflüge)
  • Herr Grabherr ist Geschäftsführer der EDMO - Betriebsgesellschaft für den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen.

Mit Herrn Grabherr hat die Betreibergesellschaft einen Top-Profi für die Durchsetzung ihrer Interessen, Interessen des Flugplatzeigentümers und der Bayerischen Staatsregierung. Er hat große Erfahrung in der Durchsetzung der Interessen der Staatsregierung und Luftfahrt- Unternehmen - auch gegen berechtigte Interessen der vom Fluglärm betroffener Bürger. 

Herrn Grabherr's Information sehen wir als gezielte Fehlinformation. In Wirklichkeit soll die Flughafenkapazität in Oberpfaffenhofen so "aufgebohrt" werden, dass 

  • hohe Flugfrequenzen mit großen Flugzeugen (bis ca. 150 t Maximalgewicht) abgewickelt werden können (dies sind mindestens 90.000 Flugbewegungen, weit mehr als 100.000 sind realistisch).
  • Dafür sprechen die geplanten "Hochgeschwindigkeits-Ausgänge" der Landebahn zur Rollbahn, die nur an Flugplätzen mit hoher Flugfrequenz großer Flugzeuge gebaut werden.
  • Weiterhin sprechen dafür, dass große Flächen an "Universalgebäuden" gebaut werden, die für die Luftfahrt-Industrie als auch für Luftfahrt-Unternehmen zur Abfertigung von Passagieren und Luftfracht genutzt werden können.
  • Die Ostanbindung von der Autobahn zum Sonderflughafen und mögliche Reaktivierung des S-Bahnhofs vor dem Sonderflughafen sind weitere Indikatoren, dass Oberpfaffenhofen als Regionalflughafen den Flughafen München II entlasten soll.

Wir fordern die Aufklärung und vollständige der Pläne für den geplanten Ausbau des Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. Nur so können Bürger beurteilen, ob der Fluglärm zu einer ernsten Bedrohung führt und ob das Flughafengelände weiter als Sonderflughafen mit angeschlossenem Gewerbegebiet betrieben werden soll.  

25. Januar 2006: Zivilflieger kämpfen um den Militärflugplatz FFB

Die Presse berichtet, dass das Bayerische Wirtschaftsministerium mit dem nahtlosen Übergang von der zivilen Mitbenutzung zur zivilen Nutzung des Flughafens in Fürstenfeldbruck. Die Flugplatzbetreiber-Gesellschaft in Fürstenfeldbruck plant einen Antrag auf die zivile Nachfolgenutzung des aufgelassenen Fliegerhorstes zu stellen. Für die Konvertierung eines Militärflughafens in einen Zivilflughafen gelten vereinfachte Genehmigungsverfahren - so Wirtschaftsminister Huber.

Norman Dombo - Vorstand der Bürgerinitiative gegen Fluglärm Maisach - geht jedoch davon aus, dass in Fürstenfeldbruck der Flugverkehr endgültig eingestellt wird.

Es kann in Deutschland niemand das Recht verwehrt werden, einen Antrag auf die zivile Nutzung eines Flugplatzgeländes zu stellen. Die Erteilung der luftrechtlichen Genehmigung hängt von der Zuverlässigkeit des Unternehmers (insbesondere der finanziellen Zuverlässigkeit) ab. Genau hier stellen sich Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser Betreibergesellschaft, die dem Fliegerclub München, der AOPA und der IHK München gehören.

Es ergeben sich folgende Fragen:

  • Kann diese Betreibergesellschaft das Betriebsgelände mit fast 250 ha bezahlen / ohne Subventionen aus Steuermitteln / von Staatsbetrieben finanzieren?
  • Gibt es einen Geschäftsplan der einen wirtschaftlichen Betrieb des Flugplatzes ohne Subventionen aus öffentlichen Mittel zu erwarten lässt?
    (Die Nachfrage nach Landungen auf dem Flugplatz FFB erreichte nach Angaben in der Presse mit 50 Landungen im Monat - das sind knapp 2 Landungen pro Tag) den Höhepunkt. Dies entspricht Einnahmen aus Landegebühren von weniger als EUR 1.000,00)

Der Leser dieser Fragen kann sich selbst ein Bild über die wirtschaftliche Situation dieser Betreibergesellschaft und der Notwendigkeit für einen Flugplatz der allgemeinen Luftfahrt in FFB machen.

Wir fordern die Einstellung der Pläne zur zivilen Nachfolgenutzung des Fliegerhorstes aus Gründen der Lebensqualität der betroffenen Bürgerinnen und Bürger und des Steuerzahlers, der nicht für derartig unwirtschaftliche und unsinnige Projekte aufkommen darf. 

25. Januar 2006: Mehr Flieger, mehr Lärm  -  SPD Gröbenzell thematisiert Flughafenausbau

Die Presse berichtet über eine Veranstaltung der Gröbenzeller SPD mir Herrn Dr. Miosga - Kreisrat in STA und Gemeinderat in Weßling - und Frau Sonnenholzner - Landtagsabgeordnete (SPD) - zur Zunahmen des Fluglärms durch den von der Staatsregierung geplanten Ausbau der der im Westen von München liegenden Flugülätze in Fürstenfeldbruck, Jesenwang und Oberpfaffenhofen. Neu für die Bürgerinnen und Bürger in Gröbenzell war, das die Gemeinde in den Anflugschneisen der Flughäfen Oberpfaffenhofen und Fürstenbruck liegen. Gröbenzell ist bereits durch den zahlreichen Anflugverkehr (Warteschleifen) auf München II stark lärmbelastet.

23. Januar 2006: Jobmaschine Flughafen kommt ins Trudeln

Die Presse berichtet über Millionenverluste, die am Flughafen München durch zu teures Personal anfallen. Der Flughafenchef Kerkloh spricht über 50 Millionen EUR Verlust pro Jahr im Bereich Be- und Entladen von Flugzeugen, Frischwasserversorgung, weil die Preise für die Abfertigung der Flugzeuge den Aufwand nicht decken. Zur Kostensenkung werden zunehmend Fremdfirmen mit Einstiegslöhnen ab 6,88 EUR pro Stunde für Zeitarbeiter eingesetzt. Weiter fordert er die 42-Stundenwoche ohne Lohnausgleich. Dies ermöglicht einen Abbau von Personal. Die Lohnspirale nach unten ist längst ins Rollen gekommen.

Der Flughafenchef hat die Vorgabe, die Verluste der Bodendienste bis 2011zu beseitigen. In Anbetracht des Verlustes von 50 Millionen EUR pro Jahr wird dies nicht ohne Abbau von Arbeitsplätzen gehen. 

Die Jobmaschine "Flughafen und Luftfahrt" hat nun einen Kolbenstecker bekommen.  

20. Januar 2006: Ruhige Nächte in Jesenwang ab Sommer 2006 garantiert

Die Presse berichtet über den Besuch des neuen Regierungspräsidenten (von Oberbayern) beim Landrat Thomas Karmasin (FFB). Demnach soll der Bau der Hubschraubertankstelle in Großhadern genehmigt und bis zum Sommer 2006 in Dienst gestellt sein. Dies führt zu einer Einstellung der nächtlichen Tankflüge für Rettungshubschrauber am Flugplatz Jesenwang.

Weiter wird in diesem Artikel erwähnt, dass die zivile Mitbenutzung des Fliegerhorstes in Fürstenfeldbruck mit dessen Entwidmung endet. Durch die mögliche Einstellung des zivilen Luftverkehrs in FFB wird möglicherweise der Druck zum Ausbau der Flugplätze in Jesenwang und Oberpfaffen größer. Wir werden diese Entwicklung genau beobachten.

19. Januar 2006: Wollenberg fordert die Nutzung des Flugplatzes FFB für Geschäftsflieger

Der Wirtschaftsprofessor und Stadtrat in Fürstenfeldbruck fordert die zivile Nutzung des Flugplatzes für Geschäftsflieger. Seit Einstellung des Flugbetriebs vor ein paar Jahren seien in Maisach 18% und in Emmering 10% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze verloren gegangen. Auch in den Flughafengemeinden Olching und in Bruck seinen massiv Arbeitsplätze entfallen.

Den Text dieses Presseartikels können Sie hier herunterladen (PDF).

Folgende Argumente des Wirtschaftsprofessors Wollenberg sind für uns nicht nachvollziehbar:

  • Obwohl der Landkreis FFB eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Deutschland hat, sollen in kurzer Zeit in Maisach 18% und in Emmering 10% der Arbeitsplätze zum Opfer gefallen sein. Sollte dies tatsächlich zutreffen und auf die Einstellung des Flugverkehr zurückzuführen sein, dann gäbe es täglich über dieses Thema Berichte in der Presse. Uns sind derartige Berichte nicht bekannt.
  • Nach Wollenberg's Faustformel entstehen durch 30.000 Starts und Landungen mehrere Hundert neue Arbeitsplätze. In Jesenwang gibt es pro Jahr fast 40.000 Flugbewegungen, aber keine 100 Arbeitsplätze für die Abfertigung und Service. Es gibt in Jesenwang auch kein Gewerbegebiet. Dies zeigt, dass diese "Faustformel" nicht funktioniert.
17. Januar 2006: Keine gesetzliche Vorschrift zum Ausbau des Sonderlandeplatz Jesenwang

Auf Anfrage bei der Regierung von Oberbayern wird bestätigt, dass keine gesetzliche Vorgabe gibt, die seitens des Flugplatzbetreibers eine Verlängerung der Start- und Landebahn in Jesenwang verlangt. Nach der Novellierung der Richtlinien für den Bau und Betrieb von Flugplätzen (02.10.2001) gibt es keine vorgeschriebenen Mindestlängen der Start- und Landebahn mehr.

Der Pressesprecher der Regierung von Oberbayern - Dr. Thomas Huber - weist ausdrücklich darauf hin, dass die Festlegung einer Verlängerung der Startbahn in Jesenwang um 150 m nicht von der Regierung von Oberbayern getroffen wurde.

Es stellt sich wieder einmal heraus, dass der Flugplatzbetreiber Walch keinen Weg und kein noch so weit hergeholtes Argument scheut, um seinen Flugplatz auszubauen und dort mehr Verkehr unterzubringen. Die Forderung auf Genehmigung einer verlängerten Landebahn auf der Grundlage einer EU-Gesetzgebung ist nicht nur eine Luftnummer, sondern ein Versuch sein Unternehmen zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger in Jesenwang und Umgebung mehr Fluglärm weiter auszubauen. Bereits bei der Anhörung im Gemeinderat zur Genehmigung zum Bau der neuen Tankstelle für Hubschrauber hat der Flugplatzbetreiber verschwiegen, dass er die Betankung von Hubschraubern vorhatte. Wie bekannt führte dies zu unerträglichen Lärmbelästigungen bei Nacht.

16. Januar 2006: 1500 Unterschriften gegen Flughafenausbau in Oberpfaffenhofen

Die Presse berichtet über Forderungen des neu gegründeten Vereins "Germeringer gegen Fluglärm e.V." . Da die bestehende luftrechtliche Genehmigung keine Grenzen nach oben hat, ist die genannte Zahl der Flugbewegungen lediglich eine Angabe zur baulichen Kapazität. Der Vorsitzende des Vereins befürchtet, dass die im Landesentwicklungs-Programm vorgesehene Ausbau des Sonderflughafens durch den Geschäftsreiseverkehr und Entlastung des Flughafens München zu einem hohen Verkehrsaufkommen kommt.

Bereits kurz nach der Gründung des Vereins wurden Plakate und Unterschriftenlisten in Germering verteilt. Über 1.500 Bürgerinnen und Bürger haben sich in diese Unterschriftenlisten eingetragen. Täglich gehen Protest über das Internet ein.

Der Vorsitzende des Vereins Dieter Belschner berichtete über eine Studie der Deutsche Bank Research, nach dem viele deutsche Regionalflughäfen Verlustbringer sind und mit öffentlichen Mitteln subventioniert werden müssen. Der in Oberpfaffenhofen geplante Flugverkehr würde sehr bald Grenzwerte für eine gesundheitsschädliche Belastung überschreiten - so Belschner. Betroffen vom Fluglärm sind ein Kindergarten mit über 100 Kindern und Wohngebiete am Germeringer See.

Es ist die Verabschiedung einer Petition geplant. Sie liegt in Germeringer Geschäften aus und kann im Internet unter

http://www.germeringer-gegen-fluglaerm.de/

heruntergeladen werden. Eine Flugblatt-Aktion ist zusätzlich geplant.

12. Januar 2006: Bericht über Entwicklung deutsche Flughäfen in der Wirtschaftswoche

Die Wirtschaftswoche veröffentlicht einen ausführlichen Bericht zur Zukunft deutsche Flughäfen. Den Text dieses Berichts können Sie hier herunterladen (PDF).

Die Flughäfen und Fluglinien leiden unter dem Druck sinkender Einnahmen. Dies führt zu einem Strukturwandel in dieser Branche. Vorbei sind die Zeiten für ein bequemes Geschäft der Flughäfen mit durchschnittlich 17% Umsatzrendite. Die Airports stopfen die Lücken, indem sie sie Billigflieger mit Konditionen am Rande der Subvention anlocken. 

In den vergangenen Jahren wurden mit öffentlicher Förderung eine Reihe Regionalflughäfen aufgebaut, "weil der Flugverkehr im Schnitt pro 1000 Passagiere drei Jobs schafft". Heute kämpfen die Flughäfen Dortmund, Münster, Paderborn und Weeze um Kunden. Ohne die Nebenbetriebe der Flughäfen, wie Spielkasinos, Einkaufszentren, Veranstaltungs- und Konferenzangebote wären heute alle Flughäfen defizitär. Doch Einkaufen allein rettet deutsche Airports nicht. Im Vergleich zu den USA sind sie aufwendig ("Paläste") aus öffentlichen Mitteln finanziert. Die Abfertigungskosten liegen in München bei EUR 18 pro Passagier, dagegen in Amsterdam bei nur 8 EUR. Darum müssen deutsche Flughäfen die Kosten senken "Kürzungen um 30% sind unvermeidlich" - so die Unternehmensberatung Arthur D. Little. Dies wird in erster Linie zu einem erheblichen Abbau von Arbeitsplätzen führen - die "Jobmaschine Flughäfen / Luftverkehr bekommt einen Kolbestecker!! 

In einem zweiten Artikel gibt es ein Interview mit dem Chef des Frankfurter Flughafen - Wilhelm Bender. Er berichtet über das Engagement der Fraport an internationalen Flughäfen. Allein in Manila verlor das Staatsunternehmen Fraport 300 Mio. EUR, auf die der deutsche Steuerzahler wegen Mismanagements verzichten muss. 

Wir fordern die Einstellung der Auslandsengagements deutscher Flughafenbetreiber, die im Besitz der öffentlichen Hand sind. 

12. Januar 2006: Fluggegner im Aufwind

Die Presse berichtet über die Lücke der Abwehrfront gegen den zivilen Flugbetrieb. Nach Angaben des stellv. SPD-Unterbezirksvorsitzenden Alfred Münch ist er optimistisch, dass die CSU ihre Wackelei aufzugeben scheint und im Landkreis FFB an einem Strang zu ziehen scheint. Es werde nun leichter die Türen des Aktionsbündnisses Fluglärm Freier Landkreis Bruck zu öffnen für all diejenigen Organisationen und Wählergruppen, die sich klar zur Abwehr des im dichtesten besiedelten Landkreises Bayern bekennen. Nun müsse nur noch der Landrat Thomas Karmasin zu klaren Aussagen und aktiven Eintreten bewegt werden.

Die BV Jesenwang hat bereits die Kooperation und Mitarbeit in diesem Aktionsbündnis zugesagt. Das Aktionsbündnis gegen Fluglärm München-West wird ebenfalls die Zusammenarbeit mit Herrn Münch anbieten.

Bürgervereinigung Fluglärm e.V. - Tel. 089-871 2444 und 089-820 807 60 - Brunhamstr. 43 - 81249 München

Vereinszweck ist die Erhaltung des Erholungswertes des Landkreises Fürstenfeldbruck FFB und des Fünfseenlandes durch Förderung des Umweltschutzes zur Rettung der Natur, Schutz der Bevölkerung vor den Begleiterscheinungen des Luftverkehrs, wie Lärm, Abgase, Grundwasserverschmutzung und sonstige Gefährdungen. Abwendung der Umwidmung des Sonderlandeplatzes in einen Verkehrslandeplatz, Abschaffung des Flugverkehrs an Sonntagen und Feiertagen, Reduzierung der Flugbewegungen und Erhöhung der Sicherheit für Bürger und Bürgerinnen. Verein Vereinigung bayerischer Fluglärminitiativen fluglaerm.de Flugplatz Flughafen Sonderlandeplatz Landeplatz Verkehrslandeplatz Allgemeine Luftfahrt Pro Contra öffentliche Sicherheit Behördenterror Flugbewegungen Ausbildung Flugschule Flugschulen Ultralight Ultraleicht PPL Fluglizenz Charter gewerblich gewerbliche Flug Flüge Flugleiter Lärm Lärmwerte unzulässig rechtswidrig Rechtswidrigkeit Landebahnverordnung Luftamt Süd Südbayern Werksverkehr Grundstück Startbahn Landebahn Start-/Landebahn Verwaltungsgericht Verwaltungsgerichtsprozess Rechtsbruch Verwaltungsgerichtsprozesse Prozess Prozesse Hindernis Hindernisfreiheit Hindernisse Gefährdung Luftverkehr Flugzeug Flugzeuge Belästigung Lärmschutz Lärmschutzordnung Lärmschutzverordnung Bauschutz Bauschutzbereich Flugleiter Flugleitung beschränkt beschränkter Ampel Ampelanlage Naturschutz Subvention Subventionen Förderung Arbeitsplätze Wirtschaft Verkehr