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Archiv - 4. Quartal 2005

Aktuelle Nachrichten Bürgervereinigung Fluglärm Jesenwang Fürstenfeldbruck Flieger Ultraleicht Pro Luftfahrt Allgemeine Luftfahrt Verkehrslandplatz Sonderlandeplatz rechtswidrig rechtswidrige Handlungen Rechtswidrigkeit

29. Dezember 2005: Kellerer - Zivilflieger lösen sich in Luft auf

Die Presse berichtet über die Meinungsänderung des Fürstenfeldbrucker Bürgermeisters Sepp Kellerer. Ein ziviler Flugplatz in Fürstenfeldbruck hat keine Zukunft mehr. Der Kommunalpolitiker war noch vor Jahren Befürworter des Zivilflugplatzes, von dem er einen wirtschaftlichen Vorteil versprach. Nun ist er überzeugt, dass es für einen Airport weder einen Bedarf gibt, noch das dieser wirtschaftlich zu betreiben ist. Zunächst glaubte er, dass die Kreisstadt FFB von einen Verkehrslandeplatz profitiere. Dies habe sich jedoch bei keinem der Gespräche mit potenziellen Investoren oder ansiedelungswilligen Firmen bestätigt. Kein Geschäftsmann habe den Flugplatz vor der Haustüre gebraucht. Ach die letzten Befürworter der Zivilfliegerei im Stadtrat sind laut Kellerer bisher den Beweis schuldig geblieben, dass der Flugplatz ein Pfund sei, mit dem die Kresstadt wuchern könne.

Nach Kellerer genüge der Sonderlandeplatz Jesenwang. Die "ominösen Geschäftsflieger", die seit Jahren auf dem Fliegerhorst FFB eine neue Heimat finden sollen, hält der Brucker Bürgermeister für ein Phantom.

21. Dezember 2005: Überschallknall durch Flugzeugtests

Die Presse berichtet über Test mit Überschallfliegern (Eurofighter). Die in Manching ansässige Firma EADS führt Überschall-Testflüge mit dem Eurofighter im Luftraum in der Region München durch. Der durch diese Tests erzeugte Knall stört weite Bereiche in Südbayern.

Es ist für uns unverständlich, warum diese Test über dicht besiedelten Gebieten durchgeführt werden müssen. Diese Test können auch in unbesiedelten Gebieten Europas und über der See durchgeführt werden.

20. Dezember 2005: Germeringer gründen Verein gegen Fluglärm

Die Presse berichtet über die Gründung eines Vereins gegen Fluglärm in Germering: "Germeringer gegen Fluglärm". Der neu gegründete Verein gehört zum Aktionsbündnis gegen Fluglärm München-West und macht mobil gegen den Ausbau der Flugplätze im Westen von München, speziell gegen den Ausbau des Sonderflughafen Oberpfaffenhofen zum Regionalflughafen.

13. Dezember 2005: Walch wirbt mit Dumpingpreisen (für Hubschrauber-Betankungen)

Die Presse berichtet, dass die Landegebühr  für Hubschrauber, die den Flugplatz Jesenwang zum Tanken anfliegend nur EUR 29,00 beträgt. Dies wird durch das Bayerische Wirtschaftsministerium auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Runge (Grüne) bestätigt. Die Landegebühr am Flughafen München liegt bei EUR 125,00. Er sieht deshalb den Verdacht der Bürgerinitiative bestätigt, dass der Jesenwanger Flugplatzbetreiber mit einer aggressiven Preispolitik um die umstrittenen Hubschrauber-Tankflüge um Marktanteile kämpft. Runge: "Da ist der Betreiber schon mit Dumpingpreisen rangegangen".

Das Wirtschaftsministerium spricht auch von zusätzlichen Einsparungen der Hubschrauberbetreiber durch kürzere Entfernungen vom Klinikum Großhadern und dass die Stadt München damit nicht überflogen werden müsse. Dies ist für die Münchener allerdings nicht so tragisch, weil diese Überflüge in vernünftiger Höhe stattfinden, während die Jesenwanger Bürgerinnen und Bürger den Hubschrauberlärm aus nur wenigen hundert Metern Entfernung (Starts und Landungen am Flugplatz) ertragen müssen.

10. Dezember 2005: Maisach führt Verhandlungen zum Kauf des Flugplatzgeländes FFB

Die Presse berichtet, dass der Freistaat Bayern kein Vorkaufsrecht für den aufgelassenen Teil des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck hat. Mitarbeiter der Bundesagentur für Immobilienangelegenheiten (Bima) werden diese Angelegenheit gleichrangig angehen. Die Vertreter der Gemeinde Maisach wurden übrigens freudig von der Bima erwartet. Es wurde die Planungshoheit der Gemeinde Maisach bestätigt.

Hindernisse für den Verkauf des Flugplatzgeländes sind nicht vollständig dokumentierte Anlagen, Leitungen im Boden, Bomben aus dem 2. Weltkrieg und Kampfmittel, die noch geborgen werden müssen. Wegen des Sicherheitsrisikos bleibt der Zaum um den zivilen Teil des Flugplatzgeländes vorerst weiter bestehen. Weiterhin müssen die Bodendenkmäler (Reste alter Siedlungen aus der Werowinger Zeit) gesichert werden.

Die zivile Nutzung des Flugplatzes in Fürstenfeldbruck schließt auf jeden Fall keine fliegerische Nutzung ein. Die Art der Nutzung müsse noch genau abgewogen werden und hängt auch von der Einstufung des Flugplatzgeländes als EU FFH-Gelände (Flora-Fauna-Habitat) ab, das eine gewerbliche weitgehend ausschließt.

9. Dezember 2005: BV antwortet auf einen Brief des Flugplatzbetreibers an Bürgerin

Der Flugplatzbetreiber Max Walch schrieb einer Jesenwanger Bürgerin als Stellungnahme zu ihrem Leserbrief. Dieser Brief enthält eine Reihe unsachlicher Argumente und Beschuldigungen, die wir in einem Brief an Herrn Walch kommentiert haben.

Den Text des Briefs gibt es zum Download (PDF-Datei) - hier.

6. Dezember 2005: Freie Wähler in Jesenwang / Mammendorf lehnen Flugplatzerweiterung ab

Der Kreisbote FFB berichtet über die Ablehnung der Pläne für den Ausbau der Flugplätze Jesenwang, Fürstenfeldbruck und Oberpfaffenhofen.

6. Dezember 2005: Walch lenkt ein

Der Kreisbote FFB berichtet ausführlich über die Podiumsdiskussion am 28. November in Jesenwang. Über diese Versammlung wurde bereits ausführlich berichtet.

"Wehret den Anfängen" mahnte der Jesenwanger Bürgermeister Wieser angesichts des Entwurfs  zum Landesentwicklungs-Programms (LEP 2005), nach dem die Start- und Landebahn auf 1200 m verlängert und der für Flugzeuge bis 5,7 t ausgebaut werden soll. Schon ein Ausbau auf 600 Meter würde zu weiteren Beeinträchtigungen und Sicherheitsproblemen führen.

Gegen die Bestandssicherung auf dem jetzigen Niveau sei nichts einzuwenden - so der Adelshofener Bürgermeister Michael Raith. Unter Bestandssicherung versteht der Flugplatzbetreiber allerdings die Sicherung seines Unternehmend unter Einbeziehung des auf dem Flugplatz stattfindenden Flugverkehrs (z.B. Umsatz- und Gewinnsicherung !!!). Dies bedeutet auch Flugplatzerweiterungen aufgrund neuer Bestimmungen der EU.

Wir merken zu diesem Thema an, dass es derzeit keine Bestimmung der EU oder Bundesrepublik Deutschland gibt, die von einem Flugplatzbetreiber eine Erweiterung seiner Flugplatzeinrichtungen verlangt. Es gibt allerdings neu Vorschriften für Piloten und Flugzeughalter, die gewerbliche Flüge ausführen. Hier werden Bestimmungen eingeführt, die der Sicherheit der Passgiere und der Luftfracht die jeder verantwortungsbewusste Pilot ohnehin einhält. Flugplatzerweiterungen, die mit dieser EU-Vorschrift argumentiert werden, sind verkappte Flugplatzerweiterungen zur Abfertigung größerer und schnellerer Flugzeuge.

3. Dezember 2005: Leserbrief zur Bürgerversammlung am 28. November in Jesenwang

In der FFB-SZ wurde folgender Leserbrief mit offenen Fragen zum Flugplatz Jesenwang veröffentlicht:

Leider konnten nicht alle offenen Fragen beantwortet werden. So hätte nicht nur ich zum Beispiel ganz gerne gewusst,

  1. wie das Genehmigungsverfahren für die neue Tankstelle genau gelaufen ist?
     
  2. ob es keine Möglichkeit gibt, trotz Datenschutz o.ä. der hier sicher sofort ins Spiel gebracht wird, der aufgebrachten Bevölkerung detailliert nachzuweisen, dass alle Nachtbetankungen in Jesenwang zwingend notwendig waren?
     
  3. wann Herr Walch alle Hubschrauberunternehmen über seine neue Tankstelle informiert hat?
     
  4. wie die Preise für Landungen und Sprit bei ihm im Vergleich zu anderen Flugplätzen gestaltet sind?
     
  5. ob die Krankenkassen, wie Max Walch behauptet, durch seine Tankstelle ganz viel Geld sparen?
     
  6. ob die vorgeschlagene Grundbucheintragung für Walch und seine eventuelle Rechtsnachfolger juristisch unanfechtbar wäre?
     
  7. wo Herr Walch das/die Grundstück/e für eine eventuell notwendige Erweiterung her bekommen will und ob er mehr nach Westen oder nach Osten tendiert?
     
  8. wer die 1200 m lange Startbahn in das LEP geschrieben hat und auf wessen Veranlassung hin?
     
  9. ob Herr Wiesheu ? wie immer wieder behauptet wird ? bei der "Allgemeinen Luftfahrt" im Wort steht (jetzt ja wohl nicht mehr!?), für sie einen Ersatz für Neubiberg zu finden, nachdem sie in MUC II nicht landen konnte?
     
  10. ob das Luftamt die (m.E. rechtswidrige) Ampelschaltung in Jesenwang inzwischen auch für unsicher hält, nachdem es jahrelang unsere diesbezüglichen Anzeigen "abgewimmelt" hat und wenn ja, was, es dagegen unternimmt? Man kann ja wohl nicht abwarten, bis - was sich keiner wünscht - etwas passiert!
     
  11. ob Herr Walch auch weiterhin mit "Schwerpunktlandeplatz" und "Umweltlogo" auf seinem Briefkopf werben will?
     
  12. wer in der Nacht vor der Diskussion zwei Reifen am Auto der Frau des 1. Vorsitzenden der BV Fluglärm zerstochen hat?

Dieser Leserbrief zeigt, das in der Bürgerversammlung am 28. November 2005 zwar viele Punkte angesprochen wurden, jedoch auf die Kernpunkte nicht eingegangen wurde. Diese Bürgerversammlung hatte den Zweck der vom Flugplatzbetreiber Walch verursachten Probleme - nächtlicher Hubschrauberlärm, geplanter Ausbau des Sonderlandeplatzes zum Schwerpunktlandeplatz und Verhinderung des Ausbaus der Ortsverbindungsstraße wegen einer unsicheren und rechtswidrig betriebenen Verkehrsampel - zu beschwichtigen und nicht schonungslos aufzuklären.

1. Dezember 2005: Freie Wähler nehmen Bocklet und Goppel in die Pflicht

Die Presse berichtet. Die Freien Wähler begrüßen die Vorstöße der SPD und Grünen im Landtag gegen den Ausbau der Flugplätze im Westen von Müchen (Jesenwang, Fürstenfeldbruck, Oberpfaffenhofen).

Man dürfe gespannt sein, mit welcher Intensität die Abgeordneten Bocklet und Goppel gegen die Formulierungen des Landesentwicklungs-Programms (LEP 2005) argumentieren und sich für die Mehrheit der Landkreisbevölkerung stark machen.

30. November 2005: Flugplatzbetreiber geht auf Forderungen der Bürger ein

Die Presse berichtet nochmals ausführlich über die Bürgerversammlung am 28. November in Jesenwang. 

Die Erklärung des Flugplatzbetreibers Max Walch zur "grundsätzlichen" Einstellung der Nachtbetankungen nach der Öffnung der Hubschrauber-Tankstelle am Klinikum Großhadern deutet drauf hin, dass er die vollständige Schließung Tankstelle für Flugzeuge bei Nacht wohl doch nicht vor hat. Deshalb sind Forderungen nach einer dinglichen Absicherung seiner Erklärung mit Sanktionen bei Vertragsverletzung (z.B. Spende an Umweltorganisation) gerechtfertigt. 

Zum Ausbau des Sonderlandeplatzes zum Schwerpunktlandeplatz entsprechend dem Entwurf des Landesentwicklungs-Programms (LEP 2005) wurde seitens des Flugplatzbetreibers kein Antrag gestellt. Nachdem seine Flugplatzgesellschaft bereits mit dem Begriff "Schwerpunktlandeplatz" wirbt, habe Walch bereits 2003 dafür gesorgt, dass der Flugplatz Jesenwang in das Landesentwicklungs-Programm aufgenommen wurde. Der Flugplatzbetreiber Walch ist ein prominenter Politiker, ehemaliger IHK-Vorsitzender, stellvertretender Landrat.

Die Landtagsabgeordneten Frau Sonnenholzner (SPD), Dr. Runge (Grüne) und Bocklet (CSU) werden sich im Landtag dafür einsetzen, dass Jesenwang keinen weiteren Ausbau bekommt. Die Belastung für die Bürger ist an de Grenze. 

Walchs Zusicherung, dass er keinen Ausbau seines Flugplatzes plane ist genauso unglaubwürdig, wie andere seiner Aussagen. Bereits in der gleichen Podiumsdiskussion wurde darauf hingewiesen, dass die Landebahn aufgrund der Rechtslage um 150 m verlängert werden müsse. Die Gemeinden wollen keine "kleine Lösung" - deshalb kein Ausbau der Landebahn auf 600 m, so Bürgermeister Raith aus Adelshofen.

Ein weiterer Punkt war die Sanierung der Ortsverbindungsstraße Jesenwang - Adelshofen. Die Regierung von Oberbayern stellt für die Sanierung der Straße nur dann Fördermittel bereit, wenn sie um mindestens 200 m nach Westen verschwenkt wird. Die würde jedoch zu Enteignungen von Grundstückseigentümern führen. die auch die Gemeinden nicht wollen.

Die Herren Bocklet und Karmasin verteidigten die Position der Regierung. Die manuelle Schaltung der Ampel aud "rot", wenn ein Flugzeug naht, sei zu unsicher. Deshalb ist man kategorisch gegen öffentliche Mittel für den Ausbau (auf der bestehenden Trasse). Diese Position grenzt an Zynismus. Unser Landrat und Landtagsabgeordneter stellen fest, dass eine von Behörden genehmigte (und vom Flugplatzbetreiber rechtswidrig betriebene) Verkehrsampel weiter in Betrieb bleiben soll, anstatt Maßnahmen zu fordern, die den Einsatz dieser Verkehrsampel (z.B. durch Verlegung der Landebahn nach Osten) zu fordern.

29. November 2005: Bocklet und Karmasin forden juristische Vereinbarung

Die Presse berichtet über die Bürgerversammlung am 28. November in Jesenwang. Themen waren die nächtlichen Hubschrauberlandungen, die Erweiterung des Flugplatzes entsprechend des Landesentwicklungsprogramms und die Sanierung der Ortsverbindungsstraße Jesenwang - Adelshofen. Der Flugplatzbetreiber Max Walch hätte mit dem Bürgermeister Johann Wieser und Reinhard Weigl von der Bürgeraktion ein Papier unterschrieben, das manchen Jesenwanger beruhigen könnte, doch offenbar traute nicht jeder dem Frieden. In diesem Papier verspricht der Flugplatzbetreiber die nächtliche Betankung von Hubschraubern grundsätzlich wieder einzustellen, sobald in Großhadern die Tankstelle in Betrieb geht. CSU-Kreischef Bocklet und Landrat Karmasin forderten eine darüber hinausgehende juristische Vereinbarung zur Sicherstellung der in der Vereinbarung zur Einstellung der nächtlichen Betankungsflüge.

Über seinen Schwiegersohn Max Bauer ließ der Flugplatzbetreiber verkünden, dass er keine Erweiterung des Flugplatzes plane. Diese Aussage ist wohl besonders unglaubwürdig, da der Flugplatzbetreiber die geplante Erweiterung des Sonderlandeplatzes zum "Schwerpunktlandeplatz" auf seinem Briefkopf bereits vorweg genommen hat.

Die nächtlichen Betankungsflüge sind juristisch nicht von der Behörde genehmigte Außenlandungen. Nicht genehmigte Außenlandungen sind nur dann erlaubt, wenn die Landung der Hilfeleistung einer Person dient. Dies ist jedoch bei Betankungsflügen nicht der Fall, weil sie nicht der Hilfeleistung einer Person, sondern der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft dienen. Für diese Flüge sind Landungen auf Landeplätzen mit Nachtfluggenehmigungen zumutbar.

Nicht genehmigte Außenlandungen sind gem. Luftrecht Straftaten.

26. November 2005: Gröbenzell lehnt die Ausweitung des Flugverkehrs im Lkr. FFB ab

Die Presse berichtet über den einstimmigen Beschluss des Gröbenzeller Gemeinderats zur Ablehnung der im Landesentwicklungs-Programm (LEP 2005) festgehaltenen Ausbauoptionen der Flugplätze (Fürstenfeldbruck, Jesenwang, Oberpfaffenhofen) aus. 

26. November 2005: Regierung will Sicherheit am Flugplatz Jesenwang verbessern

Die Presse berichtet, dass für die Regierung von Oberbayern die Verkehrssicherheit Vorrang hat vor den Interessen der Gemeinden hat. Der Regierungspräsident Hillenbrand sprach sich für den Ausbau der Ortsverbindungsstraße Jesenwang - Adelshofen aus. Durch die Verlegung dieser Straße am Flugplatz Jesenwang nach Westen wird die Ampelanlage überflüssig. Diese Trasse würde mit staatlichen Mitteln gefördert. Die alte Straße, in die die Landebahn einmündet, dagegen nicht.

Diese Erklärung eines Regierungspräsidenten ist aus folgenden Gründen verwunderlich:

  • Bis jetzt hat die Regierung von Oberbayern (Luftamt) stets behauptet, dass der Betrieb der Ampel sicher sei. Anscheinend sind die mehrfach von uns an das Luftamt gemeldeten Zwischenfälle mit Personengefährdung nun doch bei den höheren Dienststellen angekommen.
  • Die Ortsverbindungsstraße muss ca. 1000 m nach Westen verlegt werden, um genug Platz für den geplanten Ausbau der Landebahn auf 1200 m zu schaffen. Dies würde die Ortsverbindungsstraße um ca. 1 km verlängern.
  • Zum Erwerb von Grundstücken sind Enteignungen notwendig. Diese begründen sich allerdings nur auf die Lage des Sonderlandeplatzes. Für Sonderlandeplätze gibt es kein Recht zur Grundstücksenteignung.

Am Ende fragt sich der Bürger, warum für der Steuerzahler für die Sicherheit des Flugverkehrs eines Privatflugplatzes aufkommen muss. Dies ist die Angelegenheit des Flugplatzbetreibers. Die Notwendigkeit der Verkehrsampel wurde nicht durch die Öffentlichkeit geschaffen, sondern durch den Flugplatzbetreiber, der seine Landebahn so dicht an die Ortsverbindungsstraße gebaut hat, dass startende und landende Flugzeuge den Straßenverkehr gefährden.

Nachdem im öffentlichen Recht die Pflicht zur Schadensminderung im Vordergrund steht, sollte eher vom Flugplatzbetreiber verlangt werden, den Beginn der Start- und Landebahn so weit zurückzuverlegen, dass die Überfughöhen so hoch sind (wie an anderen Flugplätzen auch), dass eine Verkehrsampel überflüssig ist. Diese Maßnahme ist am Flugplatz Jesenwang jederzeit möglich. Durch eine Verkürzung der Landebahn ist ein sicherer Flugbetrieb möglich. Die gesetzlich vorgeschriebene Landebahnlänge würde nicht unterschritten. 

25. November 2005: Ausführlicher Pressebericht über den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen

Der Pressebericht beschreibt ausführlich die politische und wirtschaftliche Situation am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen. 

  • Nach der Insolvenz der AvCraft (Nachfolgegesellschaft der Fairchild-Dornier) werden in Oberpfaffenhofen keine größeren Flugzeuge mehr gebaut.
  • Der EADS - Eigentümerin des Flugplatzareals - gibt heute gut 6 Millionen EUR pro Jahr zur Bewirtschaftung und den Unterhalt für den Flugplatz aus. Sie sucht eine wirtschaftliche Verwertung des Flugplatzgeländes.
  • Der geplante Ausbau des Sonderflughafens dient u.a. der Brautschau für einen erfolgreichen Verkauf. Je höher die zugelassene Nutzung des Flugplatzes liegt, desto besser lassen sich Investoren zum Kauf überzeugen.
  • Mit dem Landesentwicklungs-Programm (LEP 2005), das für Kommunen verbindliche Planungen und Investitionen abverlangt, wird versucht, eine wesentlich höhere Nutzung des Flugplatzes "im öffentlichen Interesse" zu zementieren. Dies ist der Grund für den geplanten Ausbau des Flugverkehrs für den "qualifizierten Geschäftsflugreiseverkehr".
  • Als Geschäftsreiseverkehr ist fast jeglicher Passagierflugverkehr definiert, mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs. Eine Beschränkung der Flugzeugtypen gibt es nicht. Damit können auch große Passagiermaschinen für den qualifizierten Geschäftsflugreiseverkehr eingesetzt werden. Dies klingt doch überzeugend nach Gelegenheitsflüge der Billigflieger (Ryan, EasyJet und Co.), oder?
  • Rein rechtlich gesehen ist die Aufzählung des "qualifizierten" Flugverkehr keine Eingrenzung des Flugverkehrs auf qualifizierte Geschäftsreisende, sondern nur eine Definition der Flugaktivitäten gegenüber "unqualifizierten" Aktivitäten. Wenn erst einmal die erste Definition erfolgreich durchgesetzt wurde, dann können später jederzeit weitere "qualifizierte" Flugaktivitäten (z.B. Nachflugverkehr, Frachtflugverkehr, Kurierdienste) "nachqualifiziert werden. Nur der "unqualifizierte Flugverkehr wird nicht zugelassen. Er darf in Oberpfaffenhofen in der Zukunft nicht landen. 
  • Der LEP 2005 schränkt die kommunalen Planungsrechte in Oberpfaffenhofen so stark ein, wie noch kein vergleichbarer Entwicklungsplan zuvor. Deshalb nimmt die Bürgermeisterin von Weßling den Kampf gegen den übermächtigen Gegener auf.
24. November 2005: Walch im Presseinterview - Das ist alles nur ein Strogfeuer

Die Presse veröffentlichet ein Interview mit den Flugplatzbetreiber Max Walch. Nach seinen Angaben hat es ihn schwer - auchg gesundheitlich - getroffen, weil sein Lebenswerk als unsozial bezeichnet wurde und zum anderen die Behauptung, dass er die Gemeinde über den Tisch gezogen hätte.

Max Walch stellt nochmals fest, dass er den Flugplatz nicht mit einer Landebahn von 1200 Metern und Flugzeugen bis 5,7 t Abfluggewicht ausbauen wird. "´Wir können morgen zum Notar gehen". 

Wenn das so ist, warum schreibt Herr Walch keinen offenen Brief an das Bayerische Wirtschaftsministerium und fordert die Streichung der entsprechenden Passage im Entwurf zum Landesentwicklungs-Programm (LEP 2005)? Zum Notat kann man dann immer noch gehen.

Max Walch erklärte, dass die Verlängerung der Landebahn um 150 Meter bereits seit 1997 angedacht ist, weil der Gesetzgeber dies so verlange. Aber solange er aus Brüssel keinen Bescheid bekomme, wird die Landebahn natürlich nicht verlängert.

Dies lässt uns hoffen, denn der Flugplatzbetreiber Walch wird aus Brüssel keinen Bescheid erhalten. Hierfür ist allenfalls das Luftamt Südbayern zuständig. Auch vom Luftamt Südbayern wird er disbezüglich keinen Bescheid bekommen, weil es für Flugplatzbetreiber keine Vorschrift gibt, den Flugplatz nach den Richtlinien der EU auszubauen. Es gibt eine neue Vorschrift für gewerbliche Flugzeugbetreiber und Piloten, die je nach Wetterlage in die Berechnung der notwendigen Start- und Landebahnlände einen gewissen Sicherheitsfaktor einbeziehen müssen, der von jedem verantwortungsbewusstem Piloten ohnehin eingehalten werden muss.

Die Verlängerung der Landebahn erfolgt ausschließlich zur Bedienung größerer und schwerer Flugzeuge bei ungünstigen Witterungsbedingungen und nicht aus einer Vorschrift heraus, die gegen Flugplatzbetreiber wirkt. Baut ein Flugplatzbetreiber seinen Flugplatz aus, dann  liegt der Grund in der Möglichkeit, möglichst große und schnelle Flugzeuge abfertigen zu können und nicht um eine rechtlich Vorschrift einhalten zu müssen.

Max Walch erklärt, dass er von der Polizei, dem Innenministerium und den Rettungsdiensten beackert wurde, um die Tankstelle für Hubschrauber zu öffnen. rotz des uns vorliegenden Schreibens des Luftamts Südbayern, in dem die Verfügbarkeit von mindestens 10 Tankstellen für Hubschrauber mit Nachbetrieb erklärt wurde, will Herr Walch glaubhaft machen, dass es nur noch Hubschrauber-Landeplätze in Leutkirch und Jesenwang gibt. Was ist den mit den anderen 8 Plätzen?

Der Flugplatzbetreiber erklärt, dass Untenehmen mit dem Auto zu ihm kommen, um Kerosin zu tanken. Der Hubschrauberflug sei viel zu teuer für einen Tankflug. 

Wir halten dies für einen guten Vorschlag. Die Hubschrauber der Rettungsdienste sollten vor Ort (Klinikum Großhadern) einen Tanklaster installieren, um ganz ohne Flüge nach Jesenwang dort tanken zu können. Dies erhöht nicht nur die Einsatzbereitschaft der Rettungshubschrauber, sonder spart den Krankenkasse / Betreiber der Rettungshubschrauber hohe unnötige Kosten und macht den Hunschrauberlärm am Flugplatz Jesenwang überflüssig.

24. November 2005: Stadtrat in FFB lehnt den Ausbau von Flughäfen ab

Die Presse berichtet über den Beschluss des Stadtrats in Fürstenfeldbruck gegen den "unkoordinierten Ausbau der Flugplätze in Fürstenfeldbruck, Jesenwang und Oberpfaffenhofen".

Es stimmt schon bedenklich, das ausgerechnet der Volkswirtschafts-Professor Wollenberg (FDP) gegen diesen Antrag gestimmt hat. Er vermisse die Pro- und Kontra-Diskussion aus der Sicht der der Stadt und der vorhandenen Landebahn (sie ist übrigens wegen des schlechten Zustands für schwere Flugzeuge gesperrt) im Wert Hunderter Millionen. Wenn man die Geschäftsfliegerei nach FFB hole, könnten mit der Wartung der Maschinen Ausbildungs- und Arbeitskräfte geschaffen werden.

Diese Fragen hat Professor Wollenberg bereits vor fast 10 Jahren selbst durch eine Studienarbeit beantwort, die er einem seiner Studenten in Auftrag gab. Die in dieser Studie aufgezeigten wirtschaftlichen Erfolgsdaten sind allesamt nicht eingetreten. Nachdem der Flugplatz FFB für den Geschäftsreiseverkehr offen ist, landen in den besten Monaten gerade einmal 50 Flugzeuge. Bei EUR 10,00 Landegebühr pro Flugzeug kommen bestenfalls EUR 500,00 Landegebühren herein. Die FFB Flugplatz GmbH beschäftigt jedoch mindestens 3 "EUR 400-Kräfte". Es sollte für einen Volkswirtschafts-Professor nicht allzu schwer sein, dass dieses Geschäft nicht wirtschaftlich und keine Basis für Vollzeit-Arbeitsplätze oder gar Ausbildungsplätze ist. 

24. November 2005: Walch will Flugplatz in Jesenwang nicht ausbauen

Mit dieser Überschrift berichtet die Presse über die Beteuerungen des Flugplatzbetreibers in Jesenwang, dass er seinen Sonderlandeplatz lediglich in der jetzigen Form weiter betreiben will, wie er seit 1966 bestehe. Diesen Entschluss habe er gegenüber Kommunalpolitikern bereits mehrmals bekräftigt.

Der Protest der Bürgerinnen und Bürger wegen des geplanten Ausbau des Sonderlandeplatzes Jesenwang zum "Schwerpunktlandeplatz" mit einer Landebahn von 1200 m (bisher ca. 400 m) hat den Flugplatzbetreiber wohl in die Enge getrieben und ihn zu einem "taktischen Rückzug" bewogen. Wir stufen diese Beteuerungen als völlig unglaubwürdig ein, denn der Sonderlandplatz wurde in jüngster Vergangenheit bereits mehrfach gegenüber dem Stand von 1966 ausgebaut:

  • Mitte der 1980er Jahre wurde die Verkehrsampel zur Trennung des Straßen- und Luftverkehrs erstellt
  • Es wurde der beschränkte Bauschutz genehmigt. Dies erlaubte die Rodung großer Waldflächen. Damit können den Sonderlandeplatz größere und schwere Flugzeuge als zuvor anfliegen.
  • Vor einigen Jahren wurde die Flugplatzgenehmigung auf Ultraleicht-Flugzeuge erweitert
  • Anschließend wurde der Schulungsbetrieb für Ultraleicht-Flugzeuge zugelassen
  • Im August 2005 wurde die Hubschrauber-Tankstelle eröffnet und der Nachtbetrieb für Hubschrauber eingeführt

Der Flugplatzbetreiber wirbt bereits auf seinem Firmenbriefkopf mit "Schwerpunktlandeplatz Jesenwang". Die Gespräche mit Kommunalpolitikern und Beteuerungen halten Herrn Walch sicher nicht auf, seine Pläne zum Ausbau des Flugplatzes zu verwirklichen. Mit seinen Beteuerungen kann auch der mächtigste Kommunalpolitiker seine Pläne für den Flugplatzausbau nicht aufhalten. Hierzu bedarf es einer klaren Willenerklärung seitens des Flugplatzeigentümers gegenüber der Bayerischen Staatsregierung mit der dinglich abgesicherten Verpflichtung zur Zahlung eines hohen Betrages (z.B. ab EUR 500.000,00) als Spende an eine gemeinnützigen Umweltorganisation für den Fall, dass er sein Versprechen bricht und den Flugplatz dennoch ausbaut oder ausbauen lässt.

23. November 2005: Jesenwanger Flugplatzbereiber ist zu Zugeständnissen bereit.

Die Presse berichtet, der Jesenwanger Flugplatzbetreiber Walch zu Zugeständnissen bereit und will durch eine Grunddienstbarkeit verbindlich absichern, dass der Privatflugplatz nicht erweitert wird. Dies wurde angeblich durch den Jesenwanger Bürgermeister Wieser bestätigt.

Das Zugeständnis von Herrn Walch zeigt deutlich, dass der Flugplatzbetreiber entgegen seiner früheren Aussagen doch den Ausbau des Sonderlandeplatzes zum Schwerpunktlandeplatz (Voraussetzung hierfür ist die Verlängerung der Landebahn von ca. 400 auf 1200 m) geplant hatte. Dieser Vorgang zeigt einmal mehr die Verschleierungstaktik des Flugplatzbetreibers und Polit-Promis, die er z.B. bei der Vorstellung der neuen Tankstelle anläßlich in seiner Anhörung im Jesenwanger Gemeinderat anwendete: Er sprach von der Einrichtung einer neuen Tankstelle für Flugzeuge, meinte jedoch die Abwicklung von nächtlichen Hubschrauber-Tankflügen.

Das Bemühen des Landtagsabgeordneten Bocklet, durch eine Grunddienstbarkeit den Ausbau des Jesenwanger Flugplatzes wirkungsvoll zu verhindern, ist nur eine taktische Maßnahme zur Beruhigung der vom Fluglärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Eine dingliche Absicherung ist völlig wirkungslos, wenn ein öffentliches Interesse vorliegt. Das öffentliche Interesse am Sonderlandeplatz Jesenwang ist bereits durch den Entwurf im Landesentwicklungs-Programm (LEP 2005) dokumentiert: Demnach besteht der Plan für den Ausbau zum Schwerpunktlandeplatz. Die dingliche Absicherung einer Verpflichtung, den Flugplatz nicht auszubauen wird automatisch wirkungslos, wenn das öffentliche Interesse festgestellt ist.

Wir fordern statt der dinglichen Absicherung des Versprechens von Herrn Walch, seinen Flugplatz nicht weiter auszubauen zu wollen, eine Vertragsstrafe von EUR 500.000,00, zahlbar an eine gemeinnützige Umweltorganisation, für den Fall, dass der Flugplatz dennoch ausgebaut wird. Dieser Vertrag sollte dinglich abgesichert werden.

Eine weitere Beruhigungspille - jetzt von Wissenschaftsminister Dr. Goppel verabreicht - ist die Nachricht, dass eine Betankungsanlage für Hubschrauber in Großhadern gebaut werden soll. Nachdem die Genehmigung noch nicht vorliegt, ist auch der Fertigstellungstermin Frühjahr / Sommer 2006 rein spekulativ. Anstatt "Beruhigungspillen" mit der Botschaft "der nächliche Fluglärm wird in einen halben Jahr aufhören" zu verteilen, sollten die für den Landkreis FFB zuständigen CSU Landtagsabgeordneten dafür sorgen, dass die rechtswidrigen nächtlichen Landungen am Flugplatz Jesenwang sofort aufhören und die Bürgerinnen und Bürger in Jesenwang / Adelshofen wieder ihre wohlverdiente Nachtruhe bekommen.

23. November 2005: Grafrath ist gegen den Ausbau des Flugplatzes Jesenwang

Die Presse berichtet über den Beschluss des Grafrather Gemeinderat gegen den Ausbau des Flugplatzes Jesenwang. Sie verlangen die den Jesenwanger Flugplatz betreffenden Passagen im Entwurf des Landesentwicklungsplan (LEP 2005) zu streichen.

Der weitere Antrag, der sich gegen des Ausbau des Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen und dessen Nutzung für den Geschäftsreiseflugverkehr richtete, wurde abgelehnt. Als Begründung wird angegeben, dass dieser Flugplatz nicht im Landkreis FFB liegt und möglicherweise Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Dieser Beschluss läßt das St. Florians-Prinzip und bayerische Kirchturmpolitik hochleben.

22. November 2005: Hubschrauber-Tankstelle - CSU verspricht Entlastung 

Der Landtagsabgeordnete des Landkreises FFB Bocklet und der Landrat Kamarsin wollen Ruhe in die anhaltenden Proteste der vom Hubschrauberlärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger von Jesenwang und umliegenden Gemeinden bringen. 

Reinhold Bocklet kündigte an, dass die nächtlichen Hubschrauberlandungen durch die neue Tankstelle in Großhadern im Frühjahr 2006 nicht mehr notwendig werden. Diese Aussage ist wohl nur eine taktische Maßnahme zur Beruhigung der Bürger, denn die Tankstelle in Großhadern ist noch nicht geplant und zum Bau genehmigt. Dort gibt es nämlich wegen dieser Tankstelle seit langem Streit mit Nachbarn. 

Herr Bocklet war bei der Einweihung der Hubschraubertankstelle als Promi geladen. Sein Standpunkt - die betroffenen Bürger sollen den rechtswidrigen und störenden Lärm der nachts den Flugplatz Jesenwang anfliegenden Hubschrauber noch Monate dulden - kann nur als Schützenhilfe für seinen Parteifreund Max Walch verstanden werden. Bürger, die Herrn Bocklet als ihren Abgeordneten gewählt haben, erwarten, dass er sich für die Rechte der Bürger einsetzt und dafür sorgt und dafür sorgt, dass die nicht genehmigten nächtlichen Hubschrauberlandungen eingestellt werden. Stattdessen unterstützt er den Flugplatzbetreiber und mutet den betroffenen Anliegern die unzulässige Lärmbelastung und Wertminderung ihrer Wohnimmobilien zu.

Der Vorschlag der CSU Landkreispolitiker nach einer "Vereinbarung für den Verzicht eines Ausbaus des Flugplatzes Jesenwang mit dinglicher Absicherung" kann lediglich als verfehlte Beruhigungspille verstanden werden. Aus den Protestaktionen gegen die zivile Nutzung des Flugplatzes FFB sollte gerade Herrn Bocklet und Herrn Kamarsin gebannt sein, dass derartige Vereinbarungen nicht wirksam sind, wenn ein öffentliches Interesse an einem Ausbau dieses Flugplatzes besteht. Gerade dieses Interesse wird durch den Entwurf für die Fortschreibung des Landesentwicklungs-Programms dokumentiert.

22. November 2005: Emmering sagt "NEIN" zum Airport-Ausbau

Die Presse berichtet, dass die Gemeinde Emmering den geplanten Ausbau der Flugplätze in Fürstenfeldbruck, Jesenwang und Oberpfaffenhofen ablehnen wird.

22. November 2005: Familie Walch verteilt "Bürgerbrief" in Jesenwang

Die Vielzahl der Protesten betroffener Bürgerinnen und Bürger gegen den Hubschrauberlärm und geplanten Ausbau des Sonderlandeplatzes zum "Schwerpunktlandeplatz" haben anscheinend dem Flugplatzbetreiber Max Walch zugesetzt. Seine Familie schreibt einen Brief an alle Bürger der Gemeinde Jesenwang und bittet um Verständnis für die Einrichtung der Tankstelle für Hubschrauber. 

Den sinngemäßen Text dieses Bürgerbriefs und dessen Anhang finden Sie - hier.

Dieser Brief strotzt nur so von taktischen Fehlinformationen. Wir haben Herrn Walch schriftlich aufgefordert, in einen weiteren Bürgerbrief seine Aussagen richtig zu stellen.

21. November 2005: FDP in Starnberg für mehr Flugvderkehr in Oberpfaffenhofen

Die Presse berichtet über den FDP-Kreisparteitag Starnberg, dass der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen nicht auf Werksflüge und Geschäftsreisen des Wirtschaftsstandort STA beschränkt sein soll. Es sollen auch die Nachbarschaft mit einbezogen werden. Eine weitergehende Öffnung des Flugplatzes entsprechend des Entwurfs des Landesentwicklungs-Programms (LEP 2005) wird abgelehnt.

Der Beschluss des Kreisparteitags für die Öffnung des Sonderlandeplatzes Oberpfaffenhofen öffnet die Tür zum Ausbau des Flugplatzes zum Regionalflughafen. Die im Beschluss einbauten "Bremsen", wie "begrenzte Nutzung" und "vorzugsweise limitierter Geschäftsreiseverkehr" sind keine politisch wirksame Forderungen. Wie bereits berichtet deuten die Ausbaupläne des Sonderflughafen deutlich auf die Nutzung als Regionalflughafen hin. Dass die Gefahr für einen Ausweichflughafen in Oberpfaffenhofen zur Entlastung von München II nicht besteht, ist nicht nachvollziehbar. Dies steht so im Entwurf zur Fortschreibung des Landesentwicklungs-Programms drin. Es sieht so aus, dass Herr Schroeter, Vorsitzender der FDP-Kreisfraktion den LEP-Entwurf vor den FDP-Kreisparteitag noch nicht einmal gelesen hat.

21. November 2005: Altehegnenberg lehnt Ausbau des Flugplatzes Jesenwang ab

Die Presse berichtet über die einstimmige Ablehnung der Fortschreibung des Landesentwicklungs-Programms (LEP 2005) zum Ausbau der Flugplätze in München West ab. Es wurde der Bestandsschutz des Sonderlandeplatzes Jesenwang im jetzigen Ausbauzustand beschlossen.

19. November 2005: Presse berichtet: " Der heimliche Aufstieg des Jesenwanger Flugplatzes"

Seit der Eröffnung der Tankstelle für Hubschrauber am Jesenwanger Flugplatz ist der Dorffrieden gestört. Der nächtliche Hubschrauberlärm raubt den Jesenwanger Bürgern den Schlaf. Auf dem Briefbogen der Flugplatzgesellschaft bezeichnet der Jesenwanger Flugplatzbetreiber den Sonderlandeplatz bereits als "Schwerpunktlandeplatz für die allgemeine Luftfahrt" und nimmt die Umsetzung der Pläne der Bayerischen Staatsregierung für den Ausbau des Flugplatzes voraus. 

Die nun immer mehr durchsickernden Meldungen über einen geplanten Verkauf des Sonderlandeplatzes Jesenwang und Hinweise auf dessen Aufwertung zum Schwerpunktlandeplatz lassen die erst vor ein paar Wochen vom Flugplatzbetreiber zurückgewiesenen Pläne zum Ausbau des Flugplatzes immer unglaubwürdiger erscheinen. 

19. November 2005: SPD will Wende in der Flugplatzpolitik (Landkreis FFB)

Der Unterbezirksvorstand der SPD fordert den künftigen Wirtschaftsminister auf, von den Plänen zum Ausbau der Flugplätze in München West Abstand zu nehmen. "Eine derart dichte Besiedelung, wie im Landkreis FFB und Ausbau des Flugverkehrs passen nicht zusammen". 

15. November 2005: Repressalien gegen Fluglärmgegner durch Flugplatzbeiber befürchtet

Die Presse berichtet über eine Protestversammlung neu gegründeten "Bürgerinitiative Lebensqualität" beim Jesenwanger Huberwirt. Kern des Anstoßes waren die Ausbaupläne für den Flugplatz und die damit verbundenen Lärmbelastungen der Bürger.

Um keine Angriffsflächen zu bieten wurden die Namen der Sprecher nicht genannt. Befürchtet werden Repressalien durch den einflussreichen Betreiber des Sonderlandeplatzes Jesenwang.

Wir verurteilen Repressalien jeder Art gegen Bürgerinnen und Bürger, die ihr verfassungsmäßiges Recht zur freien Meinungsäußerung nutzen. Wir werden Betroffene unterstützen.

15. November 2005: Flyer gegen Flieger der BI Jesenwang

Die Presse berichtet über die neu gegründete "Bürgerinitiative Lebensqualität" in Jesenwang, die einen Flyer mit dem Motto "Sonderflugplatz abzugeben?" herausgibt. Das Flugblatt geht auf das Bestreben des Betreibers des Sonderlandeplatzes Jesenwang ein, der wohl seine "Braut Sonderflughafen zum Verkauf schmückt", um ihn zu verkaufen. 

Die Öffnung einer neuen Tankstelle für Hubschrauber (mit Nachtflugbetrieb) und die Pläne zum Ausbau der Landebahn in Schritten von 450 auf 600m und dann auf 1200 m (Entwurf Landesentwicklungsprogramm) dienen der Aufwertung des Sonderlandeplatzes und der Erzielung eines höheren Kaufpreises. Nachdem die Förderung des Ausbaus der Ortsverbindungsstraße Jesenwang - Adelshofen im Bereich des Flugplatzes und vom Flugplatz nach Adelshofen von der Regierung von Oberbayern nicht bezuschusst wird, passt der Plan des Flugplatzbetreibers ins Bild: Ausbau des Flugplatzes zum Schwerpunktlandeplatz für die allgemeine Luftfahrt. Dies führt bei einer 1200 m langen Landebahn zur Sperrung der Ortsverbindungsstraße.

Die BI hat mittlerweile weit über 330 Unterschriften gegen den Ausbau des Flugplatzes gesammelt. Sie fordert die Einstellung sämtlicher Hubschrauberflüge nach Jesenwang und weis auf die dramatische Abwertung der Wohnimmobilien von rund 30.000 EUR in Jesenwang hin. 

14. November 2005: Aktionbündnis verteilt fast 30.000 Flugblätter gegen LEP-Entwurf

Fünf im "Aktionsbündnis Fluglärm München West" zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen gegen Fluglärm verteilen fast 30.000 Flugblätter an Haushalten in den Städten und Gemeinden Germering, Fürstenfeldbruck, Gilching, Weßling, Maisach, Olching, Gröbenzell, Jesenwang, Adelshofen, Landsberied und Gemeinden in der Umgebung der Flugplätze in Oberpfaffenhofen, Fürstenfeldbruck und Jesenwang.

Im Rahmen des Entwurf des Landesentwicklungs-Programms (LEP 2005) plant die Bayerische Staatsregierung den Ausbau der Flugplätze Oberpfaffenhofen, Fürstenfeldbruck und Jesenwang. Das Ziel dieser Planung ist die Abwicklung des gesamten Verkehrs der allgemeinen Luftfahrt in der "Region 14" - München / Umland. Hierbei soll auch im Wesentlichen der Flughafen München entlastet werden. Dies bedeutet, dass der Linien- und Charterverkehr in München bleibt, der Fracht- und Gelegenheits-Passagierverkehr (z.B. Billigairlines und Businessjets) auf die 3 Flugplätze im Westen von München ausgelagert werden soll.

Die Verteilung des Flugblatts ist Teil der Kampagne gegen den Ausbau der 3 Flugplätze im Westen von München zur Aufnahme zusätzlichen Luftverkehrs, der schwerwiegende Lärm- und Schadstoffbelästigung und eine Wertminderung von Wohnimmobilien verursacht.

12. November 2005: Wirtschaftsminister Wiesheu tritt zurück

Im Fernsehen und Rundfunk wird über den Rücktritt vmn Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr - Dr. Otto Wiesheu - berichtet. Dr. Wiesheu wird Vorstand bei der Deutschen Bahn.

Dr. Wiesheu war treibende Kraft zur Ansiedelung der allgemeinen Luftfahrt und Ausbau vieler Flugplätze in Bayern. Dies zeigt sich auch im Entwurf zum Landesentwicklungs-Programm (LEP 2005). Es bleibt zu hoffen, dass sein Nachfolger die aggressive Politik zum Ausbau von Flugplätzen in Bayern nicht mehr weiterführt.

11. November 2005: Jesenwang und Landsberied lehnen Flugplatz-Ausbau ab

Die Presse berichtet, dass die Gemeinderäte von Jesenwang und Landsberied den Ausbau des Sonderlandeplatzes Jesenwang zum Schwerpunkflughafen abgelehnt haben. Die Ablehnung des Entwurfs zum Landesentwicklungs-Programms wird sich in der der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf an das Wirtschaftsministerium wiederspiegeln.

Die Sitzung des Gemeinderats war so gut besucht, wie noch nie zuvor. Dies zeigt, dass der Fluglärm in Jesenwang und umliegenden Gemeinde ein ernstes Problem ist. Ein Ausbau des Sonderlandeplatzes mit einer Landebahn von 1200 Metern würde die Lebensqualität stark beeinträchtigen, sondern würde auch das Bauen stark beeinträchtigen. Bauvorhaben müssten außerdem wesentlich höhere Lärmschutzauflagen erfüllen. Die Gegend würde zudem stark an Attraktivität verlieren . Die Folge wäre das Sinken der Baulandpreise.

9. November 2005: Der Regionale Planungsverband lehnt Ausbau der Flugplätze ab

Die Presse berichtet, dass sich der Regionale Planungsverband (RPV) gegen die Ausweitung des Luftverkehrs und den Ausbau der Flugplätze in Fürstenfeldbruck, Oberpfaffenhofen und Jesenwang entschieden.

  • Der Flugplatz Jesenwang soll lediglich in seinem Bestand gesichert werden. Der Ausbau zum Schwerpunkt-Landeplatz für Flugzeuge bis 5,7 t wird abgelehnt
  • Die Nutzung des Flugplatzes in Fürstenfeldbruck dürfe nicht über die bisherige Nutzung erweitert werden.
  • Der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen soll nur dem Werksflugverkehr gewidmet sein und nicht dem Geschäftsflugreiseverkehr offen stehen.
8. November 2005: Der Kreistag STA akzepztiert Geschäftsfliegerei im Oberpfaffenhofen

Die SZ berichtet über den Beschluss des Kreistags in Starnberg über die zukünftige Nutzung des Sonderflugplatzes in Oberpfaffenhofen entsprechend des Entwurfs der Landesentwicklungs-Programms (LEP 2005). In einer kontroversen Debatte kündigte der Landrat Frey eine persönliche Erklärung an, nachdem er sich für einen standortbezogenen Geschäftsflugreiseverkehr einsetze. Soviel zur demokratischen Willensbildung, die im Kreistag STA stattfindet.

Nur wenige Tage zuvor war Landrat Frey bei einer Präsentation des geplanten Ausbaus des Sonderlandeplatzes in Oberpfaffen als einer der 150 geladenen Promis aus Politik und Wirtschaft dabei, sich die Präsentationen des Flugplatzbetreibers und auf dem Flugplatzgelände angesiedelten Firmen anwesend. Er wurde wohl zum richtigen Zeitpunkt für die Beschlussfassung zum Entwurf des LEP 2005 im Kreistag von der Fliegerlobby "eingelullt".

Der Beschluss für eine standortgerechte Nutzung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen für den Geschäftsreiseverkehr öffnet alle Türen zur Nutzung dieses Flugplatzes als Regionalflughafen. Die bestehende Landebahn, Einrichtungen für den Instrumentenflug, Ausbau der Rollbahnen für Passagierflugzeuge und hohes Flugaufkommen, sowie Gebäude, die zur Abwicklung des Fracht- und Passagierverkehrs geeignet sind (steht z.T. im einem Werbeprospekt des Flugplatzbeteibers), lässt den Betrieb eines Regionalflugplatzes zu.

Nachdem der Unternehmerverband Wirtschaftsförderung Starnberg (UWS) zu einem früheren Zeitpunkt den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen als einen für den Landkreis STA wichtige Einrichtung für die im Landkreis befindlichen Tagungshotels und Zubringer-Luftverkehr für die Region Oberbayern (Flüge, die München II nicht anbietet) liegen Vorschläge seitens Unternehme auf dem Tisch, die auf einen Regionalflughafen, wie Hahn im Hunsrück abzielen. Dort sind Billig-Airlines (Ryanair) und Frachtflugunternehmen stationiert, die von billigen Landegebühren und Nachtflugerlaubnis profitieren. Siedeln sich solche Unternehmen in Oberpfaffenhofen an, dann entspricht die Ausweitung des Luftverkehrs dem "bedarfsgerechten Aufbau des Sonderflughafens" und Geschäftsflugreiseverkehrs, im Sinne der Forderungen vom Landrat Frey.

8. November 2005: Kreisrat FFB lehnt den LEP-Entwurf für erweiterte Flugplatznutzung ab

Die Presse berichtet über den Beschluss des Kreisrats in Fürstenfeldbruck, der mit großer Mehrheit den Entwurf des Landesentwicklungs-Programms (LEP) für den Ausbau der Flugplätze in Jesenwang, Fürstenfeldbruck und Oberpfaffenhofen ablehnt. Im Detail wurde beschlossen:

  • Die Flugplätze Fürstenfeldbruck und Jesenwang sollen aus der Liste der ausbaufähigen Flugplätze gestrichen werden.
  • Für den Flugplatz Fürstenfeldbruck ("Fürsty") wird die fliegerische Weiternutzung komplett abgelehnt.
  • der Ausbau des Sonderflughafens für den Geschäftsreise-Flugverkehr wurde abgelehnt.

Der Landkreis FFB wird bereits durch den Luftverkehr durch An- und Abflüge des Flughafens München II erheblich belastet. Verlängerungen der Landebahn für Landemöglichkeiten großer und schwerer Maschinen sind unangemessen und untragbar für die Bürgerinnen und Bürger in den Nachbargemeinden.

Einige Kreisräte brachen jedoch eine Lanze für die Flieger. "Zur wirtschaftlichen Stärke einer gehöre auch der Flugverkehr", meinte ein Kreisrat. "Gerade in Jesenwang seien vom Flugbetrieb auch Arbeitsplätze abhängig. Bei aller Sorge um die Lebensqualität der Bürger soll der Wirtschaftsstandort Fürstenfeldbruck nicht vergessen werden".

Die BV Fluglärm lehnt jede weitere Erweiterung des Flugbetriebs und des Flugplatzes Jesenwang strikt ab. Wie auch in der Satzung verankert, wird nicht die Schließung des Flugplatzes Jesenwang gefordert. Jeder weitere Ausbau des Flugbetriebs führt zu einer für die Bürgerinnen und Bürger unzumutbaren Lärmbelastung, wie die seit Kurzem stattfindenden Hubschrauberlandungen (Betankungsflüge), vor allem nachts, zeigen.

Der Flugplatz Jesenwang ist ein Arbeitgeber. Die meisten Arbeitsplätze betreffen jedoch Personal für das Flugplatzrestaurant und die Ausbildung für Piloten. Nachdem es in Jesenwang kein Gewerbegebiet gibt und sich nur wenige Firmen in den umliegenden Gemeinden des in Deutschland meistfrequentierten Sonderlandeplatz Jesenwang angesiedelt haben, wird unsere These bekräftigt, dass die allgemeine Luftfahrt in der Wirtschaftsregion keine zusätzlichen Arbeitsplätze schafft.

In Jesenwang werden fast 40.000 Flugbewegungen pro Jahr abgewickelt. Nur 7 Prozent dieser Flüge sind Streckenflüge von "Ort A nach B". Diese Zahl schließt Hobby-Streckenflüge mit ein. Der Beitrag des Flugplatzes Jesenwang zu Geschäftsreiseflügen ist demnach äußerst gering. Und somit auch deren wirtschaftliche Bedeutung.

5. November 2005: Gemeinde Adelshofen lehnt Flughafenpläne (Ausbau) ab

Die Presse berichtet über die Ablehnung der Ausbaupläne, die im Entwurf zum Landesentwicklungs-Programm stehen. Eines der Ziele ist die Schaffung des Schwerpunkt-Landplatzes für die allgemeine Luftfahrt in Jesenwang. Nach den Plänen des Wirtschaftsministeriums sollen die Flugplatzkapazität auf Flugzeuge bis 5,7 t (bisher 3 t) und die Landebahn auf 1200 m (bisher ca. 400 m) ausgebaut werden.

Im Rahmen der Planungshoheit der Gemeinden Adelshofen und Jesenwang werden Einschränkungen werden nicht akzeptiert. Eine entsprechende Ablehnung des Ausbaus des Flugplatzes Jesenwang erfolgt in einem gemeinsamen Schriftsatzes der Gemeinden Jesenwang und Adelshofen.

Der Ausbau des Flugplatzes Jesenwang bedeutet nicht nur einen schweren Eingriff in die Natur und das Landschaftsbild, die Ortsverbindungsstraße zwischen Jesenwang und Adelshofen wird unbenutzbar.

Zur besseren Information der Bürgerinnen und Bürger in Jesenwang und Adelshofen über die negativen Auswirkungen eines Schwerpunkt-Landeplatzes ist eine spezielle Informationsveranstaltung geplant.

5. November 2005: UWS Starnberg lädt zur Flugshow in Oberpfaffenhofen ein

Die Demonstration des gleichzeitigen Starts zweier Flugzeuge mit Strahltriebwerken zur Demonstration der geringen Lärmemissionen ging kräftig "in die Hose". "Gleich zwei Maschinen hoben ab, und das Donnern der Motore war nicht gerade gering", stand in der Presse. Dies ist ein Vorgeschmack des Fluglärms, der aus der Formulierung des Entwurfs zum Landesentwicklungs-Programms abgeleitet werden. Die in diesem Entwurf aufgenommene "Bremse" mit der Nutzung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen für "qualifizierte Geschäftsflieger" wird durch die Demonstration des Starts zweier Regional-Jets geradezu zur Farce. Dies zeigt, dass in Oberpfaffenhofen zumindest auch der Regionalluftverkehr abgewickelt werden soll.

Interessant ist, dass in den uns vorliegenden Artikeln, trotz Teilnahme prominenter und hoch qualifizierter Politiker, Wissenschaftler und Geschäftsleuten nicht auf die Schaffung zusätzlicher qualifizierter Arbeitsplätze und Stärkung der Wirtschaftsregion München West eingegangen wurde. Dies bestärkt unsere These: Die allgemeine Luftfahrt schafft keine zusätzliche Arbeitsplätze.

4. November 2005: Puchheim spricht sich gegen Ausweitung des Flugbetriebs aus

Die SZ-FFB berichtet über die Stellungnahme der Gemeinde Puchheim zum Entwurf des Landesentwicklungs-Programms. Sie lehnt die geplanten Ausbauten und erweiterten Nutzungsmöglichkeiten der Flugplätze in Oberpfaffenhofen, Fürstenfeldbruck und Jesenwang als "nicht hinnehmbar" ab.

4. November 2005: Puchheim spricht sich gegen die Ausweitung des Flugbetriebs aus

Die SZ-FFB berichtet über die Stellungnahme der Gemeinde Puchheim zum Entwurf des Landesentwicklungs-Programms. Sie lehnt die geplanten Ausbauten und erweiterten Nutzungsmöglichkeiten der Flugplätze in Oberpfaffenhofen, Fürstenfeldbruck und Jesenwang als "nicht hinnehmbar" ab.

31. Oktober 2005: Presse berichtet über ersten Reiterunfall durch Hubschrauberlärm

4 im Formationsflug in niedriger Höhe über Adelshofen fliegende Hubschrauber brachten das Pferd einer Reiterin zum Scheuen und warf sie ab. Glücklicherweise blieb sie unverletzt. Der Hubschrauberlärm in der Umgebung vom Flugplatz Jesenwang führt nicht nur zu Schlafstörungen, sondern gefährdet auch Leib und Leben von Reitern.

Mit Recht wurde gegen diese Hubschrauberpiloten Anzeige erstattet. Leider konnte keines der Flugzeug-Kennzeichen notiert werden. Ein Verdacht gegen den Flugplatzbettreiber und Flugzeugbetreiber in Jesenwang besteht trotzdem. Dort stationierte Flugzeuge und Piloten wurden bereits mehrfach für Stunt-Aufnahmen für Filme eingesetzt.

Wir fordern die sofortige Einstellung sämtlicher Flüge (insbesondere Überfüge über Ortschaften) in niedriger Höhe. Wir werden dies in Schreiben an den Flugplatzbetreiber und das Luftamt dokumentieren.

29. Oktober 2005: Bericht über Hubschrauberlärm und Ausbau des Flugpltzes in der FFB-SZ

Die FFB-SZ berichtet ausführlich über das anhaltende Problem des Hubschrauberlärms - insbesondere bei Nacht. 

  • Die Junge Union und unsere Bürgerinitiative haben fast 400 Unterschriften gegen den nächtlichen Hubschrauberlärm gesammelt. Für viele Bürger, die in der Nähe des Flugplatzes wohnen, ist der Fluglärm ein großes Ärgernis. 
  • Immerhin gesteht der Chef der Münchener Firma HDM - Betreiber von Rettungshubschraubern, dass "es nicht schön sei, vom Hubschrauberlärm nachts aufgeweckt zu werden". Diese Worte sind für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger ein geringer Trost. Der Nutznießer der nächtlichen Tankflüge nach Jesenwang ist die in Großhadern stationierte Firma, die zwischen EUR 175 und 275 (nach Aussagen des Jesenwanger Flugplatzbetreibers in der Presse) bei jedem Flug nach Jesenwang spart. 
  • Die Gemeinde Planegg ließ den Hubschrauberlärm in 100 m Höhe messen. Es ergaben sich Lärmpegel von 72 bis 76 dB, ein Wert, der weit über den zulässigen Lärmpegel für Wohngebiete bei Nacht liegt. Der Vergleich mit dem Geräuschpegels eines in 10 m Entfernung mit 70 km/h vorbeifahrenden LKWs ist reiner Sarkasmus. In Wohngebieten fährt kein LKW in 10 m Entfernung am Bett vorbei. Auch dauert der Lärm nur wenige Sekunden und nicht 5 bis 10 Minuten, wie beim Anflug und nach 20 Minuten wieder beim Abflug eines Hubschraubers.
  •  Der Flugplatzbetreiber Max Walch behauptet, dass er seit 1964 keinen Antrag auf die Erweiterung seines Flugplatzes gestellt hat. Diese Aussage ist falsch. In der 80er Jahren wurde von Bürgerinitiativen der damals geplante Ausbau des Sonderlandeplatzes zum Verkehrslandeplatz verhindert (der Anlass für die Gründung unserer Bürgerinitiative). In den vergangenen Jahren wurde der Flugbetrieb auf Antrag des Flugplatzbetreibers in Schritten zusätzlich die Zulassung auf Ultraleicht-Flugzeuge (UL) und den Schulbetrieb für ULs ausgeweitet.
  • Die Forderungen nach Einstellung der nächtlichen Tankflüge in Jesenwang sind berechtigt und folgen nicht dem "St. Florians-Prinzip". Der Flugplatz Jesenwang liegt äußerst dicht an Wohngebieten, ist nur für den Sichtflug bei Tag zugelassen und aus diesem Grund aus Gründen des Umwelt- und Lärmschutz nicht geeignet, den nächtlichen Flugbetrieb aufzunehmen. Die Rettungs- und Polizeihubschrauber konnten in der Vergangenheit ihre Fluggeräte nachts ohne Notstand bei anderen - für die Abwicklung von Nachtflügen wesentlich geeigneteren Flugplätzen - durchführen. Diese Flugplätze haben einen wesentlich größeren Abstand zu Wohngebieten, als Jesenwang. Bürgerinnen und Bürger in den dort umliegenden Wohngebieten werden deshalb wesentlich geringer belastet.

Am Ende müssen viele Bürgerinnen und Bürger in Jesenwang, Adelshofen und Landsberied unter dem nächtlichen Fluglärm leiden, weil die nächtlichen Tankflüge dem Flugplatzbetreiber in Jesenwang und dem Betreiber der Rettungshubschrauber kräftige Gewinne bescheren. Der nächtliche Flugbetrieb in Jesenwang ist verboten (Straftat). Einzig Landungen in Notfällen sind erlaubt. Ein leerer Tank stellt allerdings keinen Notfall dar, weil hierzu eine konkrete Gefahr für Leib und Leben eine wichtige Voraussetzung ist. 

29. Oktober 2005: Regionaler Planungsverband lehnt mehr Zivilflüge in der "Region 14" ab

Die Süddeutsche Zeitung berichtet ausführlich über Ablehnung des Regionalen Planungsverbandes (RPV) die Ausweitung des Flugbetriebs auf Flugplätzen in der "Region 14" (Umland München) ab. Der Planungsverband lehnt den Entwurf des Landes-Entwicklungsprogramms (LEP 2005) ab. Die bisherige Fassung des LEP "zivil mitbenutzte Militärflugplätze, Sonderlandeplätze und Flugplätze sollen über den genehmigten Betrieb hinaus nicht erweitert werden" soll festgeschrieben werden.

Nächster Termin ist die Sitzung des Planungsausschusses im RPV am 8. November im Münchener Rathaus. Thema ist die Zukunft der zivilen Luftfahrt im Landkreis Fürstenfeldbruck und Nachnutzung des aufgelassenen Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck.

27. Oktober 2005: Sonder-Bürgerversammlung in Weßling zum LEP

Am 27. Oktober 2005 fand in Pfarrstadl eine Sonderbürgerversammlung mit Vertretern der EDMO (Flugplatzbetreibergesellschaft Oberpfaffenhofen) und EADS (Flugplatzeigentümer) statt. Thema war die Auswirkungen des Entwurfs zum Landes-Entwicklungsprogramm (LEP 2005) auf den geplanten Ausbau des Sonderlandeplatzes in Oberpfaffenhofen.

Das LEP sieht für den Sonderflughafen den "qualifizierten Geschäftsreiseverkehr" und die Entlastungsfunktion für den Flughafen München II vor. In der Versammlung wurde der Begriff "qualifizierter Geschäftsreiseflugverkehr" durch den Flugplatzbetreiber wie folgt definiert:
Abwicklung von Flugzeugen über 2 t Gesamtgewicht, die Unternehmen gehören oder von Unternehmen gemietet werden. Ausgeschlossen seien Flüge Linien- und Charterflüge. 
Dies bedeutet die Abwicklung der allgemeinen Luftfahrt - inklusive große Flugzeuge mit über 120 t im Fracht- und Gelegenheits-Passagierflugverkehr.

Der Flugplatzbetreiber machte keine Angaben zum geplanten Luftverkehr. Ein Lärmgutachten wurde nicht durchgeführt, um die geplanten Flugbewegungen und Auswirkungen des Fluglärms zu verheimlichen.

Der Flugplatzbetreiber des Sonderflughafens in Oberpfaffenhofen EDMO und der Flugplatzeigentümer EADS verschleiern die geplante Nutzung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen. Die geplanten Investitionen in die Infrastruktur (Landebahn, Rollwege, Entfernungsmesser, Instrumentflugausrüstung) lassen eindeutig den Schluss zu, dass dieser Flughafen die Funktion eines internationalen Regionalflughafen zur Abwicklung der allgemeinen Luftfahrt (hierunter fallen auch Fracht- und Sonderflüge für Passagiere) übernehmen soll. 

Die strikte Weigerung und verbale Angriffe auf den privaten Kläger gegen den Ausbau des Sonderflugplatzes, sind ein klares Zeichen für diese Entwicklung. Bereits die Weigerung zur Durchführung eines Lärmgutachtens mit der Aufdeckung des geplanten Luftverkehrs und der mit Zahlen untermauerten Lärmwerte für die Wohngebiete in Oberpfaffenhofen und Gilching zeigt, dass hier unerträgliche Belastungen auf betroffene Bürgerinnen und Bürger zukommen.

22. Oktober 2005: Presse berichtet über die Ablehnung des LEP Entwurfs in Germering

n einem Leserbrief erläutert Oberbürgermeister Dr. Braun, dass der Stadtrat am 4. Oktober 2005 die Pläne des Landesentwicklungs-Programms zur Ausweitung des Luftverkehrs in der Region München West abgelehnt hat.

15. Oktober 2005: BV und Junge Union sammeln Unterschriften

Die Bürgervereinigung und Junge Union sammeln Unterschriften gegen den nächtlichen Hubschrauberlärm und den geplanten Ausbau des Sonderlandeplatzes Jesenwang (Entwurf des Landes-Entwicklungsprogramms). Bis zum 25. Oktober wurden weit über 300 Unterschriften in die Listen eingetragen.

14. Oktober 2005: BV verteilt Flugblätter gegen den Hubschrauberlärm und  Flugplatzausbau
 
In den Gemeinden Jesenwang, Adelshofen und Landsberied wurde das Flugblatt der BV gegen nächtlichen Hubschrauberlärm und den geplanten Ausbau des Sonderlandeplatzes Jesenwang an alle Haushalte verteilt.

Den Text des Flugblatts können Sie ansehen: hier

 

 

12. Oktober 2005: FFB-Tagblatt veröffentlicht Leserbrief von Max Walch zum Hubschraberlärm

Den Leserbrief von Max Walch, Betreiber des Flugplatzes Jesenwang, kommentieren wir wie folgt:

  • In Südbayern gibt es mindestens 10 Tankstellen für Hubschrauber mit der Möglichkeit, nachts zu tanken. Herr Walch behauptet, dies sei unwahr ist. Das Luftamt Südbayern hat die Verfügbarkeit von 10 bis 15 Tankstellen bestätigt.
     
  • Die nächtlichen Betankungen erfolgen aus wirtschaftlichen Gründen. Herr Walch behauptet, dass dies falsch sei. Der Treibstoff ist bei ihm sogar teurer.
    Richtig ist, dass ein Hubschrauber nach Aussagen von Herrn Walch in der Presse nur EUR 25 bzw. EUR 125 für den Tankservice bezahlt und demnach EUR 275 bzw. EUR 175 gegenüber den Landegebühren von EUR 300 an anderen Flugplätzen spart. Der Spritpreis an der Tankstelle Walch kann nicht so viel teurer sein, um die eingesparten Landegebühren aufzubrauchen
     
  • Krankenkassen sparen je Flugminute und Hubschraubertyp EUR 50 bis 90 pro Flugminute. In Wirklichkeit sparen die Krankenkasse gar nichts, weil sie die Rettungsflüge nur nach effektiven Flugzeit des Einsatzes für den Patienten bezahlen. Die Flugzeiten für das Tanken und die Wartung laufen auf Kosten des Hubschrauber-Unternehmers. Der Profit aus den Tankflügen nach Jesenwang teilen sich unter dem Flugplatz Jesenwang und Hubschrauber-Besitzer auf (bleibt in der Luftfahrt-Branche).
     
  • Alle nächtlichen Landungen waren Noteinsätze. Herr Walch hat dies nicht kontrolliert. Diese Aussage ist vollkommen unglaubwürdig. Eine Selbstbedienungs-Zapfsäule kann diese Prüfung nicht vornehmen. Wir unterstellen, dass die meisten Tankflüge aus operativen Gründen ("wir fliegen zum Auftanken") und nicht während eines Notfalleinsatzes erfolgten. Eine Zusicherung dieser Art für die Zukunft kann Herr Walch nur dann abgeben, wenn er seine Tankstelle nachts schließt, wozu wir Ihn hiermit ausdrücklich auffordern.
10. Oktober 2005: Presse berichtet über Hubschrauber Landeplätze 

In der Presse meldet sich der Chef der Münchner Rettungs-Hubschrauber-Staffel der Firma HDM - Herr Gehr - zu den Hubschrauberlandungen in Jesenwang und am Klinikum Großhadern. Herr Gehr spielt den vom nächtlichen Hubschrauberlärm  betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in Jesenwang und umliegenden Gemeinden als "völlig übertrieben" herunter.

Herr Gehr will sich auch vor Ort mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern treffen, um sich vor Ort über die Situation zu informieren. Er fordert in einem anderen Zeitungsartikel "sachliche Gespräche" zu diesem Thema. Wir werden dieses Angebot aufgreifen und Gespräche mit Herrn Gehr anbieten.

Die Glaubwürdigkeit von Herrn Gehr zu seiner Aussage, dass die luftrechtliche Genehmigung für den Landeplatz für Rettungshubschrauber am Klinikum Großhadern nur Rettungsflüge und keine "Betankungsflüge" zulassen ist stark eingeschränkt. Am gleichen Tag veröffentlicht die Presse in einem Artikel über den Landeplatz in Großhadern, dass nach der Verfügbarkeit der Betankungsanlage in Großhadern viel Flüge wegfallen würden. Dies können doch wohl nur die Betankungsflüge sein - oder Herr Gehr?

7. Oktober 2005: Flugplatzbetreiber Max Walch äußert sich zu Flugplatzerweiterung

Im FFB-Tagblatt äußert sich der Jesenwanger Flugplatzbetreiber Max Walch zu Plänen für den Ausbau seines Sonderlandeplatzes.

  • Der Flugplatzbetreiber plant im ersten Schritt die Verlängerung der Landebahn um 150 m für Flugzeuge bis 2 t. Dies wurde von Luftamt Südbayern bestätigt. Der Grund ist, dass die Verlängerung der Landebahn benötigt wird, um bestehendes Recht zu erfüllen.
     
  • Als "reinen Blödsinn" bezeichnet Max Walch den Ausbau des Flugplatzes für Flugzeuge bis 5,7 t (mit Verlängerung der Landebahn auf 1200 m).
    Nachdem im Landes-Entwicklungsprogramm (LEP) der Ausbau des Flugplatzes Jesenwang für Flugzeuge bis 5,7 t und einer Landebahn mit mindestens 1200 m Länge vorgesehen ist, müssen wir unterstellen, dass diese Planung des Wirtschaftsministeriums im Einvernehmen mit dem Flugplatzeigentümer Max Walch erfolgt. Die Staatsregierung kann freien Unternehmern keine Verpflichtung zum Ausbau ihrer Anlagen gegen deren Willen auferlegen. 
     
  • Der Jesenwanger Bürgermeister Wieser wird den Ausbauplänen für den Flugplatz keinesfalls zustimmen.

Sollte es zutreffen, dass der Flugplatzeigentümer den Plänen der Bayerischen Staatsregierung für den Ausbau seines Flugplatzes nicht zustimmt, empfehlen wir Herrn Walch das Wirtschaftsministerium entsprechend zu informieren. Damit kann vom Wirtschaftsministerium der Ausbau des Sonderlandeplatzes Jesenwang aus dem Landes-Entwicklungsplan gestrichen werden. 

4. Oktober 2005: Kreisbote berichtet über Hubschraubertankstelle - viel Lärm um nichts 

Der Kreisbote berichtet über die Jahresversammlung des Vereins "Pro Luftfahrt e.V.". Der Vereinspräsident Max Walch machte die Eröffnung der Tankstelle für Hubschrauber und die Proteste wegen des nächtlichen Fluglärms zum Hauptthema dieser Veranstaltung.

Mit seiner Aussage: "Wenn ein Pilot die nächstgelegene Tankstelle aufsuche, müsse dies doch im Sinne eines jeden Bürgers sein - selbst bei Nacht", ignoriert der Flugplatzbetreiber die Rechte eines Bürgers auf körperliche Unversehrtheit. Nächtlicher Fluglärm führt zu Schlafstörungen, die die Gesundheit beeinträchtigen. Insbesondere dann, wenn wegen des Hubschrauberlärms die gesetzlichen Grenzwerte für Lärmstörungen überschritten werden. 

"Wollen Sie, dass ein lebenswichtiger Rettungsflug ausfällt?" meint Max Walch. Die Antwort kann nur NEIN lauten. Bei Rettungsflügen kommt es darauf an, dass der Hubschrauber möglichst schnell an der Unfallstelle ankommt und den Verletzten ohne Zeitverzögerung im Krankenhaus ankommt. Jede Verzögerung kann ein Menschenleben kosten. Dies vorausgesetzt ist es völlig unlogisch, dass ein Hubschrauber auf einem Rettungsflug mindestens 20 Minuten durch das Auftanken verliert. Aufgetankt wird entweder vor oder nach Rettungseinsätzen. Folglich sind müssen wir unterstellen, dass die nächtlichen Tankflüge operative Flüge sind, die an anderen Flugplätzen - wie bisher - abzuwickeln sind.

Völlig unglaubwürdig sind die vom Flugplatzbetreiber Walch genannten Betriebskosten für Hubschrauber der Rettungsdienste von EUR 98 pro Minute (EUR 5880 pro Stunde). Wir so oft liegt er komplett neben der Spur. Chartergesellschaften bieten Flugpreise für Hubschrauber in ähnlicher Größe der Rettungshubschrauber bereits für EUR 1450 pro Stunde (inkl. Pilot und Profit) an. 

4. Oktober 2005: BV bittet das Luftamt um Klärung der Betriebszeiten für Hunschrauber

 
In einem Schreiben an das Luftamt Südbayern bittet die BV das Luftamt um die Beantwortung folgender Punkte:

  • Betriebszeiten des Flugplatzes in Jesenwang für Flugzeuge und Hubschrauber
  • Wurden Nachtfluggenehmigungen erteilt. Wenn ja, wer ist berechtigt?
  • Welche Ausnahmesituationen lassen nächtliche Starts und Landungen in Jesenwang zu.
     

 

 

1. Oktober 2005: Oldtimer Flugtag in Jesenwang

Am 1. Oktober fand in Jesenwang wieder der traditionelle Oldtimer-Flugtag statt. Anstatt sich über 7000 Besucher (wie in der Presse berichtet) und 300 Oldtimer-Autos und Traktoren, die am Fahrzeugkorso mit Fahrzeugweihe teilnahmen zu freuen, lieferte der Jesenwanger Flugplatzbetreiber Max Walch wieder eine seiner verbalen Rambo-Attacken gegen Kritiker der Luftfahrt und des Flugbetriebs in Jesenwang. 

  • Es völlig korrekt, dass Umweltschützer den Fliegern Umweltverschmutzung unterstellen. Flugzeuge der allgemeinen Luftfahrt verbrauchen stark verbleites Benzin, das ansonsten aus Umwelt- und Gesundheitsgründen verboten ist. Sie haben auch keine Katalysatoren zur Reinigung der Abgase. 
     
  • Die Luftfahrt verbraucht ein Vielfaches an Treibstoff pro "Sitz-Kilometer" als andere Transportmittel. Dies allein führt zu einer hohen Umweltbelastung durch hohe Abgasemissionen.
     
  • Der Flugverkehr verursacht eine hohe Lärmbelastung - insbesondere in der Nähe von Flugplätzen. Lärm und Abgase sind gesundheitsschädlich.

Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Herr Walch die Grundlagen der von der Luftfahrt verursachten Umweltprobleme noch lernt.

Bürgervereinigung Fluglärm e.V. - Tel. 089-871 2444 und 089-820 807 60 - Brunhamstr. 43 - 81249 München

Vereinszweck ist die Erhaltung des Erholungswertes des Landkreises Fürstenfeldbruck FFB und des Fünfseenlandes durch Förderung des Umweltschutzes zur Rettung der Natur, Schutz der Bevölkerung vor den Begleiterscheinungen des Luftverkehrs, wie Lärm, Abgase, Grundwasserverschmutzung und sonstige Gefährdungen. Abwendung der Umwidmung des Sonderlandeplatzes in einen Verkehrslandeplatz, Abschaffung des Flugverkehrs an Sonntagen und Feiertagen, Reduzierung der Flugbewegungen und Erhöhung der Sicherheit für Bürger und Bürgerinnen. Verein Vereinigung bayerischer Fluglärminitiativen fluglaerm.de Flugplatz Flughafen Sonderlandeplatz Landeplatz Verkehrslandeplatz Allgemeine Luftfahrt Pro Contra öffentliche Sicherheit Behördenterror Flugbewegungen Ausbildung Flugschule Flugschulen Ultralight Ultraleicht PPL Fluglizenz Charter gewerblich gewerbliche Flug Flüge Flugleiter Lärm Lärmwerte unzulässig rechtswidrig Rechtswidrigkeit Landebahnverordnung Luftamt Süd Südbayern Werksverkehr Grundstück Startbahn Landebahn Start-/Landebahn Verwaltungsgericht Verwaltungsgerichtsprozess Rechtsbruch Verwaltungsgerichtsprozesse Prozess Prozesse Hindernis Hindernisfreiheit Hindernisse Gefährdung Luftverkehr Flugzeug Flugzeuge Belästigung Lärmschutz Lärmschutzordnung Lärmschutzverordnung Bauschutz Bauschutzbereich Flugleiter Flugleitung beschränkt beschränkter Ampel Ampelanlage Naturschutz Subvention Subventionen Förderung Arbeitsplätze Wirtschaft Verkehr